Warning: Parameter 1 to wp_default_scripts() expected to be a reference, value given in /home/www/hufschlag-blog/wp-includes/plugin.php on line 600

Warning: Parameter 1 to wp_default_styles() expected to be a reference, value given in /home/www/hufschlag-blog/wp-includes/plugin.php on line 600
browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Bauch Beine Po für Ponies

Posted by on 2. März 2014

Aufbau einer Reitstunde

Startup für die Serie Bauch Beine Po für Ponies

 

Was ist das denn?

Das ist ein Programm oder besser eine Reihe von Übungen für die Verbesserung der Rittigkeit des Pferdes. Schöner Nebeneffekt ist, dass die Pferde und Ponies mehr Kraft und somit auch mehr Muskeln aufbauen. Ich werde mit der Schilderung von Übungen im E-A Bereich starten. Für jemanden der L Dressur und höher reitet, können diese Übungen durchaus auch der Schlüssel zu bisher unüberwindbaren Lektionen sein. Im Laufe der Serie und je nach Schwierigkeitsgrad kommen dann vermehrt Videos zur Demonstration zum Einsatz. Meine Reitschüler wissen, dass ich diverse Übungsreihen gerne zur Entwicklung von höheren Lektionen verwende. Der Vorteil erst Vorübungen zu machen ist, dass die eigentlich gewünschten Lektion dann direkt vom Pferd angeboten wird und auch korrekt ausgeführt wird. Es ist wichtig die Vorübungen sehr sorgfältig und auch ein bisschen länger durch zu führen als es nötig erscheint. Erst wenn das Pferd eine gewisse Sicherheit erlangt hat und Vorübungen auch drei bis viermal gut reproduzierbar sind, sollte man weiter gehen. Einen Fehler den man häufig in Reithallen sieht, ist ein zu schnelles Beginnen mit Lektionen die in der Ausführung Reiter und Pferd überfordern.

Hier ein Beispiel:

Erarbeitung eines einfachen Galoppwechsels. Ich kann im Arbeitstempo kreuz und quer durch die Halle reiten und versuchen zum Schritt durch zu parieren. Wenn man Glück hat pariert das Pferd auch, aber die Frage ist wie. Es fällt häufig auf die Vorhand, die Zwischenschritte sind unter Spannung, oder der Übergang ist über Trab. Solche Wechsel bekämen auf dem Turnier den Kommentar: Misslungen und damit keine Wertnote über 5. Meine Bauch Beine Po Methode würde sich vorher nur mit Übergängen beschäftigen. Trab-Schritt, Schritt-Trab usw. so lange bis das Pferd den Übergang gut von alleine anbietet, danach käme Trab-Halten, solange bis das bloße Anspannen der Reiterpobacken das Pferd dazu bringt an zu halten. Anschließend kämen Trab-Galopp Übergänge, auch wieder so lange bis Minimalhilfen reichen. Danach würde die Hufschlagfigur verändert, so lange bis das Pferd in der Lage ist, sich im Galopp vermehrt zu setzen, erst dann kommen die ersten Versuche zum Schritt durch zu parieren. Dieser ganze Prozeß kann 1 oder 10 Reitstunden dauern, es kommt auf die Kombi Pferd-Reiter an. Wenn dann aber die ersten einfachen Wechsel geritten werden sind die Reiter meist überrascht wie leicht es geht. Dies ist ist im Übrigen auch für das Pferd eine sehr schonende Methode, da das Pferd bestimmt wie lange was geübt wird. Aber das soll nun erst einmal zum einfachen Wechsel reichen. Heute nehmen wir uns das korrekte Lösen vor. Nur wie löst man ein Pferd korrekt? Lösen heißt ja in der Reitersprache locker machen zur Losgelassenheit kommen. Nun gibt es von Natur aus tief entspannte Tiere aber auch die, die hektisch elektrisch vom Ecktisch kommen. Beide sollen locker nach vorne geritten werden bis der Reiter das Gefühl hat, aussitzen zu können um in die Arbeitsphase über zu gehen.

Nun zunächst etwas Theorie: Wie ist eine Reitstunde aufgebaut?

1. Lösungsphase

Schritt reiten mindestens 15min. Warum so lange? Ein Pferd ist ein Lauftier, dass heißt der Organismus ist daraufausgelegt sich möglichst viel zu bewegen. Da die Pferdehaltung in unseren Breiten sich meist auf kombinierte Boxen-Weidehaltung beschränkt ist, muss durch ausgiebiges Schritt reiten sicher gestellt werden, dass die Beine der Tiere ausreichend durchblutet und die Gelenke genügend geschmiert werden. Dies erfolgt beim Pferd erst nach 12-15 min. Man könnte das Pferd auch in eine Führanlage oder auf ein Laufband stellen und dort schon einmal Schritt gehen lassen. Dies ist sicherlich gut wenn ich mehrere Pferd zu reiten habe oder Zeit überbrücken muss wenn die Halle noch belegt ist o.ä. Aber bedenkt bitte nicht nur das Pferd treibt Sport ihr auch und ein Reiter der schon eine viertel Stunde Schritt geritten ist, ist im Becken und im Rücken beweglicher als jemand der aufsteigt und direkt lostrabt. Ich bin schon immer ein Verfechter von Aufwärmtraining für Reiter gewesen. Leider werden vor der Reitstunde turnende Reiter immer noch belächelt. (Kommt Ihr mal alle in mein Alter, dann grinst keiner mehr)

2. Lösungsphase

Leichttraben und Galoppieren Ich empfehle lockeres Traben in leichter Vorwärts Abwärts Neigung, bis spürbar ist dass das Pferd anfängt zu schwingen. Bei dem einen Tier kann sich das nach 5 min einstellen der nächste benötigt 45min. Wie so lange leichttraben, ja klar warum nicht? Ist Euch das die Gesundheit Eures Pferdes nicht wert? Erst wenn sich der Rücken aufwölbt und der Trapezmuskel Euch tatsächlich tragen kann ist die Lösungsphase beendet. Es gibt durchaus Pferde die sich im Galopp besser lösen, die sollte man dann auch vermehrt im Galopp lösen, sonst kann man bis zum St. Nimmerleinstag leichttraben. Ich hatte mal so ein Pferd, der Kommentar von meinem Reitlehrer lautete: Du trabt eine Runde rechts rum eine Runde links rum um zu gucken ob er lahmt danach galoppierst Du an. Dieses Pferd war nach 8-10min Galopparbeit zu sitzen wie ein Sofa, für den gleichen Effekt im Trabe hätte ich gut 30 min benötigt. Zum korrekten „vorwärts-abwärts“ werde ich einen extra Artikel einstellen, denn dort werden die meisten Fehler gemacht, zu tief ist genauso schädlich wie zu hoch. Um die richtige Haltung zu erkennen und zu fühlen bedarf es etwas Übung.

3. Erste Arbeitsphase

Im ersten Teil der Arbeitsphase würde ich immer die Übungen wählen die schon recht gut klappen, aber noch einer kleinen Verbesserung bedürfen. So bieten sich hier immer Übergänge in der Gangart oder von Gangart zu Gangart an. Dabei kann es ganz günstig sein auch schon kleinere Wendungen, Volten, Zirkel verkleinern o.ä. zu reiten. Das Pferd wird so vermehrt dazu angeregt unter zu treten. So erreicht ihr schon sehr gut einen gewissen Grad an Durchlässigkeit. Wichtig ist nur nur nicht zu früh auf zu geben. Wenn die Parade zum Schritt nach dem 10 mal immer noch nicht gut ist, spricht nichts gegen die 12 oder 17. Wiederholung. Diejenigen die zweimal stehen bleiben nichts korrigieren und zur nächsten Übung eilen sind in der Regel nicht diejenigen die hinterher zufrieden vom Pferd steigen. Nicht die Vielfältigkeit der Übungen sondern die Korrektheit der Ausführung machen das durchlässige zufriedene und gesunde Pferd.

4. Zweite Arbeitsphase

In dieser Phase würde ich jetzt immer die neuen Aufgaben und Lektionen reiten. Denn erst wenn die ersten 3 Phasen der Reitstunde absolviert sind, wird eine neue Lektion oder die Verfeinerung einer bestehenden Lektion Sinn machen. Hier kann ich jetzt sukzessive mit meinem gelösten bereits rittigen Pferd beginnen etwas schwierigere Dinge zu reiten. Was ich zu dieser Zeit reite hängt vom Ausbildungsstand des Pferdes ab. Ich kann mir z.B. die Seitengänge erarbeiten, andere reiten in der 1. Lösungsphase bereits Schulterherein und Travers. Es kommt ganz auf Alter und Ausbildungsstand von Pferd und Reiter an. Für den 4. jährigen kann eine 10 m Volte hier schon eine fast unüberwindbare Hürde sein, für das M- fertige Pferd der Serienwechsel. Aber egal was ihr in dieser Zeit reitet bedenkt ein Pferd kann sich maximal 20 min konzentrieren. Habt ihr schon viel Konzentration im 2. und 3. Reitstundenviertel verbraucht verbleibt Euch hier kaum Zeit. Wenn ein Teil einer Reitstunde wegfallen kann, dann ist es dieser!

5. Auskühlphase

In dieser Phase soll das Pferd wieder zur Ruhe kommen, am Besten dann wenn die letzte geritten Lektion zufriedenstellend war. ( Als Schulnote ausgedrückt ca eine 3) Dann lasst die Zügel länger und galoppiert noch etwas vorwärts abwärts, oder trabt. Warum an dieser Stelle. Im Vorwärts-abwärts habe ich die maximale Aufwölbung im Rücken, bei gleichzeitiger Entspannung. So kann sich evtl. bei der Arbeit verkrampfte Muskulatur wieder lösen. Erst danach kann trocken geritten werden. Auch das würde ich selber machen und nicht das japsende Pferd in die Führanlage stellen, denn welchen Eindruck würde es auf Euch machen wenn Euer Chef das letzte aus Euch raus holt, um Euch dann ins Büro zurück zu schicken um alleine den Erfolg der Stunde zu feiern. Wer zusammen schwitzt darf auch zusammen trocken werden.

Ich hoffe das war nicht zu viel Theorie, aber ich bin der Meinung, dass man nur das gut umsetzen kann, was man auch verstanden hat. Deshalb werde ich wahrscheinlich häufiger auf diesen Beitrag verweisen. Konkrete Beispiele werden an Hand von Videos folgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.