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Grundsitz – Treiben

Posted by on 9. Januar 2021

Heute beschäftige ich mich mit einer der zentralen Fragen des Reitanfängers: Wann treibe ich richtig?

Grundsätzlich gilt, dass der Reiter den ausbalancierten Grundsitz erlernt haben muss, um ein Gefühl für den richtigen Moment und die richtige Stärke der treibenden Schenkelhilfe zu erlangen. Zudem ist wichtig, dass der treibende ruhig am Gurt liegende Schenkel, nicht durch falsche Zügel- und / oder Gewichtshilfen behindert wird. Deshalb hier ein guter Rat, bleibt lange an der Longe um wirklich fühlen zu lernen und verzichtet auch nicht zu früh auf Hilfszügel. Denn ein Pferd kann ich nur dann reell in Anlehnung reiten, wenn ich das Pferd sicher vor den treibenden Hilfen habe.

Generell möchte man das Pferd im richtigen Moment treiben und diesen Moment kann man nur fühlen. Ein Treiben gegen den Takt oder weites ausholen der Beine ( dann ist das Pferd nur im Moment des Zutreten mit der Ferse mit einer Schenkelhilfe konfrontiert) stumpfen das Pferd ab und führen u.U. zu einem noch fauler werden. Deshalb plädiere ich auch dafür dem Reitschüler erst dann den Gebrauch von Sporen zu gestatten wenn der Schenkel absolut ruhig liegt und er taktmäßig agieren kann. Wie war das: SPOREN MUSS MAN SICH VERDIENEN! Auch der übermäßige Gebrauch der Gerte ist meist nicht zielführend.

Jungen Kindern oder Reitanfängern an der Longe zu erklären, dass wechselseitig getrieben werden soll, führt häufig auch nicht zum gewünschten Effekt. Da wird dann ohne den nötigen reiterlichen Hintergrund, abwechselnd rechts-links dem Pony/Pferd in die Rippen getreten. Treiben heißt die Phasen der Hinterbeine über das Gesäß ( bei mir Popometer genannt) zu fühlen um dann taktmäßig im Bewegungsrhythmus das Pferd aufzufordern. Im Fokus der treibende Schenkelhilfe ist fast immer das innere Hinterbein. Als Reitlehrer ist es nun sehr schwer auch etwas zur Stärke der treibenden Hilfe zu sagen. Ich erkläre es immer mit dem würzen von einer Suppe, mit wenig Salz starten und bei Bedarf Prise für Prise mehr. Ein „zu viel“ an Salz ist schlecht wieder zu korrigieren. Löst Euch auch von dem Gedanken das ein von Natur aus fleißiges Pferd weniger treibende Hilfe benötigt. Ganz im Gegenteil, bei dieser Sorte Pferd muss das Bein erst recht dran, denn nur was ich zusätzlich treibe kann ich auch mühelos wieder einfangen. Ein faules Pferd hingegen muss ich auf Impuls reiten. Z.B. durch ganz viele Übergänge von Gangart zu Gangart um auch die Aufmerksamkeit und die Reaktionsschnelligkeit zu verbessern.

Alles weitere könnt Ihr im folgenden Video sehen:

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