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Ausbildungsskala – Anlehnung

Posted by on 1. August 2020

Leider wird noch immer zu viel „Kopp runter“ mit Anlehnung verwechselt.

Anlehnung ist immer das Ergebnis eines aktiven Hinterbeines über einen schwingenden Rücken in die Hand des Reiters.

Das Pferd sucht die Anlehnung, der Reiter gestattet sie.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich zunächst darauf eingehen wie die ideale Anlehnung sein sollte, sie variiert je nach Ausbildungsstand des Pferdes und des Exterieurs des Pferdes. Denn nicht jedes Pferd wird in der Lage sein sich oben durchs Genick zu tragen ( sehr tief angesetzter Hals, z.B. bei Quarter Horses) oder bei Pferden mit sehr hohem Halsansatz ist das Nachgeben im Widerrist auch schwierig zu erarbeiten ( Friesen z.B.). Auch wenig Ganaschenfreiheit wie man es bei einigen Ponies häufiger sieht, erschweren das Reiten in Anlehnung. (Gilt natürlich nicht für alle, sollen hier nur als Beispiel dienen.) Auf Anlehnungsfehler und deren Ursache, sowie auf das „wie reite ich mein Pferd in die korrekte Anlehnung“ gehe ich in späteren Beiträgen / Videos ein.

In dem heutigen Video ist beschrieben wie die ideale Anlehnung aussehen sollte. Aktives Hinterbein, schwingender Rücken und eine Anlehnung die aus dem Widerrist des Pferdes abgeleitet wird. Aber wie sieht es dann im schwunglosen Schritt aus, auch da sollte das Pferd mit einem aktiven Hinterbein über den Rücken und damit aus dem gewölbten Rücken an die Hand des Reiters heran schreiten. Merke Anlehnung ist niemals das Ergebnis einer Zügelhilfe sondern immer einer treibenden Hilfe. Wie das funktioniert gibt es bald hier zu sehen. Denn eigentlich reitet der Reiter das Pferd gar nicht an die Hand, sondern der Reiter versucht den Rücken des Pferdes zu wölben, die Anlehnung ist dabei der Kollateralschaden. Genau das, ist auch das, was auf dem Turnier als Anlehnung abgefragt wird. Das Herunterriegeln oder Festhalten mit heruntergedrückter Hand blockieren den Rücken des Pferdes und somit wird sich das Pferd in den Übergängen herausheben. Damit stellen die Richter dann die gesamte Anlehnung in Frage, denn sie betrachten das gesamte Pferd und nicht ob der Kopf des Pferdes in der Senkrechten ist. Denn merke: ein Pferd welches eine sichere Anlehnung aus dem Rücken erlernt hat, wird auch die Übergänge durch den Rücken nach vorne in die Hand des Reiters durchlassen. Dazu ist aber Voraussetzung, dass der Reiter über einen ausbalancierten Grundsitz und schon gefestigter Hilfengebung verfügt. Deshalb lege ich im Unterricht auch immer viel wert auf die Grundsitzschulung, denn nur aus einem guten Grundsitz können gute Hilfen gegeben werden. Achtet mal drauf ob Euer Ausbilder Euch viel korrigiert oder ob der Fokus nur auf dem Pferd liegt. Meines Erachtens kann man das nicht voneinander trennen, denn das Pferd verändert erst dann was, wenn der Reiter etwas ändert.

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