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Grundsitz und Zügelhilfen

Posted by on 2. Mai 2020

Heute möchte auf die Zügelhilfen eingehen. Wichtig ist, dass der Reiter handunabhängig sitzen kann, bevor mit Zügelhilfen gearbeitet wird. Denn es sollte jedem Reiter bewußt sein, dass am anderen Ende des Zügels Zahnfleisch ist. Deshalb ist es die Hilfe die seitens der Reiter am sparsamten einzusetzen ist. Leider hört man in der ein oder anderen Reithalle noch etwas anderes. Das dauerhafte Gezuppel am Zügel um das Pferd in Anlehnung zu reiten ist absolut fehlerhaft und sollte zur Schonung des Pferdes unterbleiben. Leider hört man immer noch was von Schwämmen die es aus zu drücken gilt etc. Dies sind Hilfen die Ihr Eurem Pferd ersparen solltet.

Wichtig vor der Erlernung der Zügelhilfen ist der ausbalancierte Grundsitz. Es muss auf jeden Fall verhindert werden, dass der Reiter sich am Zügel festhält. Die ruhige Hand des Reiters kann am besten erreicht werden, wenn der Reiter gelernt hat, die Ellenbogen ruhig in Höhe seiner Taille zu halten. Die Hände werden somit eine handbreit über dem Widerrist und eine handbreit auseinander gehalten. Es sollte eine Linie vom Ellenbogen des Reiters, über den Unterarm, zum kleinen Finger, über den Zügel zum Pferdemaul erkennbar sein.

Auch wenn ich hier auf die Zügelhilfe isoliert eingehe, gilt immer noch die Regel, das eine Hilfe niemals alleine steht, sondern immer durch andere (Gewichts- und Schenkelhilfe) ergänzt wird. Auf die Verfeinerung der Hilfengebung ist in der reiterlichen Ausbildung größter Wert zu legen, denn nur der gefühlvoll und fein einwirkende Reiter wird zur größtmöglichen Harmonie mit seinem Pferd gelangen.

annehmende Zügelhilfe: Bei der annehmenden Zügelhilfe dreht der Reiter langsam und vorsichtig sein Handgelenk ein, um den Zügel für einen Moment zu verkürzen. Bei sensiblen Pferden genügt die Bewegung im Ringfinger. Einer annehmenden Zügelhilfe folgt immer unmittelbar eine nachgebende.

nachgebende Zügelhilfe: Bei der nachgebenden Zügelhilfe wird das Zügelmass durch Ausdrehen des Handgelenkes verlängert. Die nachgebende Zügelhilfe ist das Beenden der zuvor begonnen Zügelhilfe und sorgt hier dafür, dass das Pferdemaul nahezu drucklos wird.

verwahrende Zügelhilfe: Die verwahrende Zügelhilfe wirkt passiv auf das Pferdemaul. Der Zügel wird aus der stetig weich federnden Reiterhand geführt. Diese Hilfe begrenzt z.B. das Pferd in den Wendungen.

durchhaltende Zügelhilfe: Die durchhaltende Zügelhilfe ist eine aktive, mit Kraft auf das Pferdemaul einwirkende Hilfe. Sie sollte ausschließlich erfahrenen Reitern vorbehalten sein, da die Gefahr besteht, dass ein noch nicht so sicherer Reiter den Moment des Nachgebens nicht richtig trifft, was aber äußerst wichtig ist. Eine annehmende / nachgebende Zügelhilfe ist stets zu bevorzugen.

seitwärtsweisende Zügelhilfe: Die seitwärtsweisende Zügelhilfe wird primär bei jungen Pferden eingesetzt. Die Reiterhand der Seite, zu der das Pferd gehen soll, entfernt sich zum Geben der Zügelhilfe deutlich von ihrer Grundstellung. Hierbei wird die Reiterhand 2-3 handbreit neben dem Widerrist positioniert und wirkt leicht annehmend auf das Pferdemaul. Diese Hilfe wird bei jungen Pferden eingesetzt, weil sie durch die Möglichkeit der längeren und deutlicheren Einwirkung eher verstanden wird. Bei ausgebildeten Pferden sollte diese Hilfe nicht mehr notwendig und durch die übrigen Hilfen ersetzt worden sein. Der seitwärtsweisende Zügel ist eher ein Hilfsmittel für die Kombination: geübter Reiter + junges Pferd.

In dem folgenden Video werden die Zügelhilfen und deren korrekte Ausführung genauso gezeigt wie z.B: der Gertenwechsel und fehlerhafte Zügelhilfen.

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