browser icon
You are using an insecure version of your web browser. Please update your browser!
Using an outdated browser makes your computer unsafe. For a safer, faster, more enjoyable user experience, please update your browser today or try a newer browser.

Leichttraben

Posted by on 26. April 2020

Das Leichttraben begleitet uns in der Reiterei eigentlich von der ersten Reitstunde an. Kaum hat man auf dem Pferd an der Longe Platz genommen, so kommt der Reitlehrer schon mit diesem Aufstehen, Hinsetzen im Trabe.

Aber warum muss man das erlernen und was soll das überhaupt?

Das Leichttraben oder auch englisch Traben soll dem Pferd die Möglichkeit geben, unter dem Reitergewicht, mehr Vortrieb aus den Hinterbeinen zu entwickeln. Dafür entlastet man jeweils ein Hinterbein im Moment des Abfußen indem man aufsteht. In der nächsten Phase setzt man sich wieder hin. Der Reiter sollte beim Aufstehen immer den Impuls des Hinterbeines des Pferdes nutzen um aus dem Sattel zu kommen. Ein Herausziehen des Körpers am Zügel sollte unterbleiben, da es das Pferd stört. Immer dran denken, am anderen Ende des Zügels ist Zahnfleisch! Deshalb ist es auch im Leichttraben wichtig die Grundlinien des Grundsitzes beizubehalten, d.h. der Absatz bleibt der tiefste Punkt des Reiters und das Reiterknie ist auch beim Aufstehen noch leicht gewinkelt.

Hier ein kleiner theoretischer Exkurs: der Trab ist ein Zweitakt in 4 Phasen. Dabei fußen die Beine diagonal auf und ab, jeweils unterbrochen durch einen Moment der freien Schwebe.

1. Phase: rechter Vorderhuf, linker Hinterhuf fußen auf ( die freien Huf befinden sich in der Luft)

2. Phase: alle Hufe sind in der Luft

3. Phase: linker Vorderhuf, rechter Hinterhuf fußen auf ( die freien Huf befinden sich in der Luft)

4. Phase: alle Hufe sind in der Luft

usw.

Jetzt hat jemand herausbekommen, dass es für den Vortrieb der Hinterhufe beim Dressurreiten, besonders günstig ist, wenn man dann aufsteht, wenn das innere Hinterbein im Begriff ist nach vorne zu gehen. Das nennt man Traben auf dem richtigen Fuß. Jetzt ist es aber schwierig zu erkennen wo die Hinterhufe des Pferdes sind, wenn man gerade auf dem Pferd sitzt. Deshalb kann man sich merken:

Beim Leichttraben linke Hand steht der Reiter auf, wenn das linke Hinterbein und das rechte Vorderbein nach vorne gehen. Der Reiter kann das Traben auf dem richtigen Fuß durch einen Blick auf die rechte Schulter des Pferdes überprüfen. Wenn er aufsteht, muss die rechte Schulter nach vorne gehen.

Beim Leichttraben rechte Hand steht der Reiter auf, wenn das rechte Hinterbein und das linke Vorderbein nach vorne gehen. Der Reiter kann das Traben auf dem richtigen Fuß durch einen Blick auf die linke Schulter des Pferdes überprüfen. Wenn er aufsteht, muss die linke Schulter nach vorne gehen.

Was aber wenn ich aufstehe und die äußere Schulter geht nach hinten? Ich habe ja eine 50:50 Chance das genau das passiert?!

Sollte der Reiter irrtümlich oder nach einem Handwechsel auf dem falschen Fuß leichttraben, ist Umsitzen erforderlich. Dabei bleibt der Reiter einen Takt lang sitzen. Das ist vergleichbar mit dem Auslassen eines Taktes beim Marschieren, um wieder in die Taktfolge der Mannschaft zu gelangen.

Leichttraben macht auch der geübte Reiter in der Lösungsphase jeder Reitstunde, beim Einreiten von jungen Pferden, am Ende der Reitstunde und im Gelände. Im Gelände ist es im übrigen egal, auf welchem Hinterfuß man leichttrabt. Man sollte nur von Zeit zu Zeit umsitzen, um eine gleichmässige Belastung der Hinterbeine zu ermöglichen.

Da das hier sehr dröge herüber kommt, gibt es hier ein entsprechendes Video mit Erklärungen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.