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Geländereiten Tipps für ein unbeschwertes Vergnügen

Posted by on 7. Juli 2014

Die Sonne lacht, auf dem Reitplatz steht die Sonne, in der Reithalle könnte man Palmen züchten und das Pferd soll dennoch bewegt werden?! Da ist doch der Gedanke:“ dann gehe ich einfach mal ins Gelände“ nicht weit hergeholt. Nur was muss ich beachten, wenn ich ins Gelände reite? Wo darf ich reiten? Wie verhalte ich mich richtig? Fühle ich mich sicher genug? Welche Ausrüstung wäre angebracht?

Hier möchte ich etwas Licht ins Dunkle bringen.

aufgalopp

1. Wo darf ich reiten?

Generell ist ein Reiter ein normaler Straßenverkehrsteilnehmer, also darf er auf allen Wegen und Straßen reiten die auch für den Verkehr frei gegeben sind, außer es ist dort ausdrücklich verboten.

Anders verhält es sich auf Fußgängerwegen, da haben Reiter nichts verloren, außer es ist dort aussdrücklich erlaubt  zu Reiten. (Beschilderung ist erforderlich)

Wenn Reitwege mittels Schilder ausgewiesen sind, so sind diese auch zu benutzen. Ausnahmen wären zu begründen wie Unpassierbarkeit durch umfallende Bäume oder derzeitig laufende Rodungs- oder Erntearbeiten.

Reitwege auf Truppenübungsgelände können ebenfalls während militärischer Übungen gesperrt werden.

Für Stoppelfelder oder abgemähte Wiesen gilt: diese dürfen nur beritten werden wenn der Landwirt bzw. Eigentümer diese zum Reiten freigegeben hat.

Wie überall im Straßenverkehr gilt die Straßenverkehrsordnung, sowie die die Landschaftsgesetze der Länder ( in NRW § 50 (Fn 14) Reiten in der freien Landschaft und im Walde) und die weiteren kommunale Regelungen.

2. Wann darf ich mit einem Pferd ausreiten?

Ich darf dann mit einem Pferd ausreiten, wenn ich es in allen drei Grundgangarten beherrsche und ich es auch in schwierigen Situationen gehändelt bekomme. Die Umwelteinflüße die auf ein Pferd im Gelände einströmen sind nicht zu unterschätzen. Von kläffenden Hunden, die lustig um die Pferdebeine springen oder das Passieren von großen Erntemaschinen kann alles dabei sein. Das Überqueren von Bundesstraßen gerade mit mehreren Reitern will gekonnt sein, denn dort gelten besondere Anordnungen die es zu befolgen gilt.

3. Kann ich alleine ausreiten?

Rein theoretisch ist dies natürlich möglich. Zu zweit oder zu mehreren  ist es aber ungefährlicher und im Falle eines Unfalls ist auch schnellere Hilfe möglich. Ist ein Pferd ängstlich, würde ich immer ein geländeerfahrenes Pferd als Begleitung wählen, denn der Herdentrieb kann hier gefährliche Situation vermeiden helfen. Falls Du tatsächlich lieber alleine ausreiten magst, so sage im Stall Bescheid wohin Du reitest, welche Route Du wählst und wie lange Du ungefähr unterwegs sein wirst. Moderne Menschen nutzen darüber hinaus auch gerne die Standortbestimmungsdienste Ihrer Smartphones.

4. Welche Ausrüstung benötige ich?

Ganz gleich welche Reitweise Du bevorzugst sollte eine splittersichere Kappe und ein paar Handschuhe sowie knöchelhohe Schuhe zu Deiner Ausrüstung gehören. Sicherheit geht schließlich vor. Argumente wie: „sonst reite ich auch ohne Handschuhe“ zählen in diesem Moment nicht, denn Zügel können sofern sie nass werden unglaublich rutschig werden, hier helfen die Handschuhe. Genauso bei sehr hitzigen Pferden die ich konsequent zügeln muss, hier riskiere ich ohnehin Blasen in den Händen, so dass ich im entscheidenen Moment dann doch u.U. die Kontrolle verliere, weil die Hände schmerzen.

5. Welche Ausrüstung benötigt das Pferd?

Die Ausrüstung sollte gut passen und in Ordnung sein. Mit angerissenen Zügeln oder Bügelriemen kann aus dem gemütlichen Ausritt schnell ein Kamikazeritt werden. Die Beine der Tiere würde ich durch gut sitzende Gamaschen schützen, denn so werden die Beine der Tiere vor Verletzungen durch  brechenden Ästen und kleinen aufgewirbelten Steinen bewahrt. Welche Zäumung Du wählst liegt insgesamt an der Rittigkeit Deines Pferdes. Bedenke bei der Wahl des Gebisses gilt immer, so weich wie möglich, so scharf wie unbedingt nötig.

6. Was muss ich beachten, wenn wir anderen Tieren begegnen?

Grundsätzlich gilt, passiere andere Tiere immer im Schritt. Gerade beim zügigen Vorbeireiten an einer Pferdeweide, fühlen sich die Artgenossen zu Wettrennen hingezogen. Das gleiche kann Dir allerdings auch bei z.B. einer Rinderherde geschehen, bockende Jungbullen annimieren auch Dein Pferd zu lustigen Laufspielereien. Gerade Tiere die neugierig sind, wie Schafe, Ziegen, Lamas und Strauße können so manches ruhig Pferd in Panik versetzen. Insbesondere wenn das Pferd auch noch lautstark von ihnen begrüßt wird. Das größte Problem in Feld und Wald sind jedoch Hunde die von Ihren Besitzern nicht mehr abgerufen werden können und wenn man Pech hat anfangen das Pferd zu jagen. Sucht mit diesen Hundebesitzern auf jeden Fall das Gespräch, denn solche Hunde gehören an die Leine. Gerade in Ballungsgebieten ein riesen Problem.

7. Brauche ich fürs Reiten im Gelände einen Führerschein?

Im Gelände reiten darf jeder, der sein Pferd sicher beherrscht. Dennoch ist es sinnvoll für das Reiten im Gelände den sogenannten Reitpass abzulegen.

reitpasskorr

Dem Reitpass geht eine theoretische Ausbildung sowie praktische Übungen im Gelände vorraus. Dort können Maßnahmen für den Notfall geprobt werden, wie organisiere ich den Transport von verletzten Pferden, nach deren Erstversorgung mit einfachsten Mitteln. Wie verhält sich die Gruppe bei gestürztem Reiter und ähnlichen Dingen. Zudem wird Wissen zu giftigen und geschützten Pflanzen, Jagd- und Schonzeiten und zum Landschaftsgesetzen vermittelt. Ausrüstung, Reitlehre und Regeln zum Reiten in der Gruppe werden theoretisch und praktisch erlernt. Eigentlich ein MUSS für jeden Buschreiter 😉

So ich bin mal raus und genieße die Stoppelfelder ( die Erlaubnis fürs Bereiten habe ich mir natürlich vorher geholt)

binraus

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