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Pferdepflege

Posted by on 7. Mai 2014

Derzeit stecken unsere Lieblinge noch im Fellwechsel. Die Eingedeckten und Geschorenen können sich wahrscheinlich schon ganz vom Winterfell befreit fühlen während die robusteren Rassen und die älteren Tier noch einen Teil ihres Winterpullis tragen. Doch wie bekomme am Besten wieder Glanz und Pflege in das oft struppige Übergangsfellkleid?
Hier sind ein paar der gängigsten Bürsten, Striegel, Kardätschen usw. abgebildet.

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Doch welches Teil eignet sich tatsächlich für welchen Teil des Pferdekörpers am Besten und welches Putzzeug kann man weglassen?
Die Reitsportindustrie hat die Bequemlichkeit der Reiter schon lange für sich und ihre Produktvielfalt entdeckt.
Doch sind die bunten Bürstchen, Kämmchen und Striegelchen tatsächlich der guten alten Chinaborste und dem Eisenstriegel überlegen?

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Braucht man tatsächlich mehr Putzzeug als die Basisausstattung bestehend aus: Eisenstriegel, Kardätsche, Wurzelbürste, Mähnenkamm und Hufkratzer?

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Ergänzt man die Auswahl noch um ein Handtuch und einen Gummistriegel so bildet das den Inhalt meines Putzkoffers wieder.
So verschieden das Putzzeug auch ist, groß, klein, mit Stil oder bunt so ist es doch wie alles im Leben eine Geschmackssache womit ich am Besten klar komme.
Denn eine Bürste die so unhandlich ist, dass man Krämpfe in der Hand hat bevor das Pferd sauber ist taugt genauso wenig wie der hippe Striegel der einfach dem Pferdekörper kein Haar abgewinnen kann.

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Wichtig und nicht zu unterschätzen ist egal welche Bürste oder Striegel ich verwende, ich immer auf Hygiene achten muss.
Am Besten für jedes Pferd ein eigenes Sortiment Putzzeug und klar definierte Putzbereiche für die jeweilige Auswahl.
Das am Kopf und den empfindlichen Teilen der Beine, da wo sich das Fell unmittelbar über die Knochen schmiegt, nicht gerade der Eisenstriegel zum Einsatz kommen sollte ist klar.
Aber auch die noch so weiche Bürste wird den Schmutz von beschlammten Beinen kaum entfernen können.
So gelten die alten Regeln nach wie vor: die großem Flächen werden mit einem Eisen oder Platik- Gummistriegel mit kreisenden Bewegungen aufgeraut.
Das Ausschlagen der Striegel erfolgt wie zu Großvaterszeiten auf der Stallgasse. Früher galt die Regel erst der ist mit Putzen fertig der mit den Striegelausschlägen den Namen des Pferdes auf die Stallgasse klopfen kann. Damals war es einfacher denn die meisten Pferde hießen noch Max, Moritz, Dora oder Mary. Heute wären eindeutig schmutzigere Pferde nötig um den Namen zusammen zu bekommen.
Nach dem Striegel kommt das Abbürsten des aufgerauten Dreck. Auch hier beginnt man wieder am Hals und arbeitet sich langsam von oben nach unten und weiter nach hinten vor. Die weichere Bürste Kadetsche genannt wird dabei ausschließlich in Fellrichtung eingesetzt. Das Abstreifen am Striegel zwischendurch nicht vergessen, damit kann man die letzten Namenszusätze sicher stellen.
Der Kopf wird ausschließlich mit einer weichen Bürste gereinigt. Sollten das Pferd dies nicht so sehr mögen käme das Handtuch zum Einsatz.
Die Beine werden mit einer Wurzelbürste gereinigt, in Fellrichtung. Wichtig ist die Reinhaltung der Fesselbeuge um Erkrankungen wie Mauke rechtzeitig zu entdecken und vorzubeugen.
Danach werden die Hufe gereinigt. Wichtig hierbei die Strahlfurchen, bei unbeschlagenen Pferden sollte man zudem darauf achten, dass sich nirgendwo kleine Steinchen in den Huf eindrücken.
Wenn all dies erledigt ist kann man noch mit dem Handtuch die letzten Staubkörnchen abwischen.
Bleiben nur noch die Langhaare, Schweif verlesen und Mähne bürsten. Von Sprays die den Glanz des Pferdes erhöhen oder dem Auftragen von Fetten insbesondere an den Hufen rate ich meist ab. Sie dienen eigentlich nur der Pferdesportindustrie. Meine Pferde kommen die letzten 30 Jahre bei mir gut ohne derartige Mittel aus. Trockene Hufe regernieren sich in nassem Gras oder in Matsche sehr gut. Sie müssend danach nur wieder gut gereinigt werden. Das regelmässige abbürsten unter dem Wasserschlauch bringt meist mehr Elastizität in den Huf zurück als die teuren Hufpflegeprodukte. Oder habt Ihr schon mal wild lebende Mustangs in trockenen Gegenden sich über die besten Pflegeprodukte gegen trockene Hufe unterhalten hören. Die stellen sich zwei Stunden in einen Fluß und gut ist.

Wozu dient aber das Putzen noch? Erstens ich lerne mein Pferd gut kennen. Wie verhält es sich ist es aufmerksam, unruhig oder eher gelassen und träge?
Ich kann das Pferd gleichzeitig auf Verletzungen oder Infektionen untersuchen. Tränende Augen, Schnoddernase, Pilzinfektionen etc. findet man bei einer gründlichen Putzaktion sehr schnell und kann direkt handeln.
Auch Krankheiten die mit Schlappheit, Bauchweh, Blähungen vermehrter Schweißbildung oder Ausschlag einher gehen lassen sich ohne viel Aufwand schnell entdecken.
Gerade wenn ich den Verdacht habe dass mein Pferd ein leicht gestörtes Immunsystem hat ist Hygiene das A und O insbesondere was das Putzzeug angeht.
Bürsten und Striegel müssen auch regelmäßig gereinigt werden, ggf. auch desinfiziert. Da würde ich sogar die Bürsten penibel von einander für die Körperbereiche trennen.
Stellt Euch vor ihr habt ein Pferd mit einer Pilzinfektion an den Beinen : Würdet ihr mit der Bürste von den Beinen tatsächlich auch groben Schmutz an Hals und Kopf entfernen?
Doch wie säuber ich ein Pferd mit z.B. infektiösen Hautkrankheiten. 1 Bürste für den infizierten Bereich und sonst nirgendwo anders einsetzen. Nach dem Gebrauch sofort bevor die Bürste sich wieder im dunkeln warmen Köfferchen an die anderen Bürsten kuschelt und die Pilzsporen sich lustig vermehren können, desinfizieren. Gründlich frei nach dem alten Laborantensatz viel hilft viel. Am besten eignen sich Hygienesprays in ansprechender Menge aufgetragen und einige Zeit einwirken lassen.
Früher hieß es immer es müssten Schwämmchen eins für vorne eins für hinten im Putzkasten sein. Erstens putzt ihr Euch die Nase mit einem feuchten Schwamm mit dem Ihr danach Euch die Augen auswischt? Alles damit die Bakterien schön verteilt werden und dann in dem feuchten Schwämmchen ein gemütliche zu Hause finden und sich dort prächtig vermehren können um richtige Bindehautentzündungen hervor zu rufen. Das gleiche gilt für hinten erst den A… feucht wischen danach Euter oder Schlauch? So steril kriegt ihr die Schwämmchen nicht, dass es nicht u.U. zu einer Schmierinfektion kommt.
Ich bevorzuge fusselfreie Einweglappen. Nase ausputzen und weg damit, Auge abwischen und weg. Das gleiche gilt für hinten, obwohl ich das am liebsten am Wasserschlauch unter fließendem Wasser erledige. Wichtig ist immer zu bedenken, dass die Tiere ihre eigne Auffassung von Sauberkeit haben. Man nehme ein Schlammbad, läßt es antrocknen sind so vor Stechinsekten geschützt und schubbel dann den Dreck unter Umständen wieder am Baum ab. Fertig. Deshalb bedenke immer: Hygiene ist wenn man sich mehr wäscht als nötig!

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