Wer steckt hinter diesem Blog?

Hallo zusammen, wie Ihr bereits in den schon veröffentlichen Beiträgen erkennen könnt, beschäftige ich mich schon sehr lange und intensiv mit dem Reitsport. Hier geht es zu meiner Webseite, dort bekommt Ihr weitere Infos zu Lebenslauf, Ausbildung und Angeboten.

www.petra-simons.de

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Ausbildungsskala- Jungpferdeausbildung- Einteilung der Reitstunde

Habt Ihr Euch auch schon mal gefragt warum man was in der Reitschule reitet und sucht immer noch nach einer Erklärung?

Vielleicht kann ich an dieser Stelle helfen. Die Frage ist wie organisiere ich mir meine Reitstunde wenn ich alleine bin, bzw. warum gibt es da eine Reihenfolge die ich im Hinterkopf behalten sollte?

Die Reitstunde gliedert sich in

  • 1. Lösungsphase
  • 2. Lösungsphase
  • Arbeitsphase
  • Erholungsphase

Was reitet man in der 1. Lösungsphase? Zunächst einmal Schritt, möglichst 15min. Denn so lange benötigt die Gelenkschmiere um in den Gelenken in ausreichender Menge vorhanden zu sein. Deshalb mache ich es bei einem jungen Pferd so, dass ich mich auf 5 min Schritt reiten reduziere und dafür lieber 10min vorher führe. Das hat 2 gute Effekte, erstens ich werde auch warm und zweitens wird der Kontakt zum Pferd durch spielerische Vorübungen, wie Halten rückwärts richten etc. verbessert. Zur ersten Lösungsphase gehört dann auch das Leichttraben auf großen Linien, Zirkel, ganze Bahn, einfache Schlangenlinie oder Schlangenlinien durch die Bahn mit 3-4 Bögen. Diese Phase ist abgeschlossen wenn das Pferd abschnaubt und die reiterlichen Hilfen gut annimmt. Nach dieser Phase mache ich immer gerne eine kleine Schrittpause am hingegeben Zügel, Gurte nach und bereite mich auf die 2. Phase vor.

2. Lösungsphase: In dieser Phase reitet man Trab-Galopp-Übergänge um das Pferd sicher von hinten nach vorne vor die treibenden Hilfen zu bekommen. Wenn das Pferd es zulässt kann man noch leichttraben oder ggf. aussitzen. Ziel soll es sein, dass man nach dieser Phase, sowohl im Trab als auch im Galopp die Zügel aus der Hand kauen lassen kann.

Danach geht es in die Arbeitsphase. In dieser können gelernte Lektionen verbessert oder heraus gearbeitet werden. Diese Phase ist sicherlich beim älteren Pferd die längste beim jungen Pferd die kürzeste Phase. Mit zeitlichen Angaben tue ich mich da eh immer schwer. Das eine Pferd benimmt sich wie ein Diesel und muss erst durchglühen bevor es richtig gearbeitet werden kann, der andere muss motiviert werden um dahin zu gelangen und der dritte vielleicht erst halbwegs zur Ruhe kommen um in dieser Phase mit zu machen. Von daher schraubt Eure Erwartungshaltungen runter, denn mit Pferden Planspiele zu machen geht selten auf.

Erholungsphase: In der Erholungsphase lässt man die Pferde nochmal im Leichttraben in die Tiefe, um etwaige Spannungen heraus zu traben. Danach ist diese Phase dem Trockenreiten vorbehalten. Ich tue das sehr gerne mit einer kurzen Runde ins Gelände, damit das Pferd merkt dass nun nur noch Entspannung angesagt ist.

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Ausbildungsskala vorwärts /abwärts

Was bedeutet vorwärts abwärts. Jeder wird jetzt vermuten, es geht um Anlehnung bei der das Pferd den Kopf so tief wie möglich nimmt.

Das stimmt nur bedingt, denn es gibt auch ein zu tief.

Aber woran ist denn nun ein richtiges vorwärts abwärts zu erkennen?

(Die Erklärung gilt erstmal für den Trab, da Schritt schwunglos ist und Galopp eine weitere Besonderheit aufweist.) Das Pferd schwingt bei einer korrekte Anlehnung mit einem aktiven Hinterbein unter den Schwerpunkt und wölbt dabei den Rücken auf. Bei „vorwärts abwärts“ ist das Maul des Pferdes dabei auf der Höhe des Buggelenkes. Warum nicht tiefer? Kommt das Pferdemaul sehr viel tiefer so wird das Pferd nicht mehr frei aus der Schulter nach vorne schwingen, hektische Tritte oder Festhalten in der Schulter wären die Folge. Kein Pferd tritt zudem gerne mit seinen Vorderbeinen an seinem Kopf vorbei. Das Hauptmerkmal der korrekten vorwärts-abwärts Haltung des Pferdes ist die korrespondierende Muskulatur in Hals und Widerrist, zu der im Lendenwirbelbereich.

Das sind die äußerlichen Merkmale aber warum ist das alles so wichtig? Nur der 16. Rückenwirbel des Pferdes steht wirklich senkrecht. Das ist der Punkt,wo der Reiter sitzt und der Sattel seinen Schwerpunkt haben sollte, die restlichen Wirbel der Hals/ Brustwirbelsäule zeigen zu dem 16. RW als auch alle restlichen Brust- Lenden-und Kreuzwirbel. (Wobei die Kreuzwirbel auf Grund ihrer zusammen gewachsenen Struktur zu vernachlässigen sind, da sie sich nur bedingt bewegen können.)

Erst im Moment der Losgelassenheit und der Lockerheit der Muskulatur wird das Pferd in der Lage sein, über die kleine quer gestreifte Muskulatur (Muskulatur zwischen den Wirbelgelenken) den Rücken nach oben zu wölben. Laut Ausbildungsskala sollte dies nach dem Erreichen der ersten 3. Punkte der Ausbildungsskala möglich sein. Meine Praxiserfahrung sagt aber, das das Pferd zudem gelernt haben sollte schon sich annähernd gerade zu richten. Denn ein in sich schiefes Pferd wird es nur bedingt schaffen sich korrekt vorwärts abwärts zu bewegen, es würde versuchen mit der Hinterhand auszuweichen und dabei sich sehr vorhandlastig bewegen. Die Grenzen sind hier schwimmend, auch von Pferd zu Pferd kann die korrekte Haltung im v-a aufgrund körperlicher Gegebenheiten variieren. Denn ein kurzes Pferd mit viel Aufhalsung wird sich anders darstellen als ein im Rechteck stehendes Pferd mit tiefer Halsung.

Im Video könnt Ihr Euch ansehen wie es aussehen sollte:

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Hinterhandwendung, Kurzkehrtwendung, Schrittpirouette

Ich möchte in diesem Beitrag die Unterschiede und die korrekte Ausführung der oben genannten Wendungen erklären.

Hinterhandwendung:

Die Hinterhandwendung wird immer aus dem Halten geritten und wird auch mit Halten beendet. Nach dem Halten ist es gestattet eine Pferdelänge vor zu reiten. Das Pferd wird zu der Seite, zu der gewendet werden soll, gestellt und gebogen. Dazu gibt der Reiter eine einseitig belastende Gewichtshilfe (bleibt während der gesamten Wendung erhalten) und regt sein Pferd durch einen seitwärtstreibenden äußeren Schenkel dazu an, zum Schwerpunkt zu treten um dabei einem möglichst kleinen Kreis um den inneren Hinterfuß anzulegen. Das Rückwärtstreten oder mit der Vorhand herumwerfen wären fehlerhaft. Beendet wird die Wendung mit dem Halten. Wie es aussehen soll, s. Video.

Kurzkehrtwendung:

Die Kurzkehrtwendung wird immer aus dem Mittelschritt angelegt. (Auch wenn in der Aufgabe zuvor Trab verlangt wird) Der Reiter pariert dann zum Schritt durch reitet eine Pferdelänge geradeaus und leitet mit einem Schritt Schulterherein die Wendung ein. Die Hilfengebung ist die gleiche wie bei der Hinterhandwendung. (darauf gehe ich in einem Video zum Thema Jungpferdeausbildung noch näher ein, auch wie man das einem Pferd beibringt und welche Fehler traditionell passieren können) Die Kurzkehrtwendung ist eine versammelnde Lektion. Die Besonderheit ist hier, genauso wie bei der Schrittpirouette, dass sie mit 2 Schritten Travers beendet wird.

Schrittpirouette

Die Schrittpirouette ist von der Fußfolge und der Hilfengebung exakt das gleiche wie die Kurzkehrtwendung, nur dass sie aus dem versammelten Schritt angelegt wird. Das Pferd wendet also auf einem kleineren Kreis um das innere Hinterbein und nimmt dabei vermehrt Last in der Hinterhand auf. Das Pferd verbleibt dabei in der relativen Aufrichtung.

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Turnierreiten- Ausschreibung

Heute möchte ich Euch erklären wie man eine Ausschreibung richtig liest. Meist stehen da ganz viele Abkürzungen und keiner weiß so richtig was es bedeuten soll. Ich pflücke deshalb hier einmal eine Ausschreibung auseinander.

3. Dressur WB (E4, 2-4Reiter)

Pferde 5j+ält

Jun/J.R. Jahrg.14-99 LK6,7,0

Je Pferd 2 Teilnehmer

Ausr. WB245 Richtv. WB245; Aufgabe E4

Hilfszügel gem. WBO erlaubt

Einsatz: 8,00€ VN:10, SF: B

Hier die Übersetzung:

3 ist die Prüfungsnummer. Wichtig wenn Ihr hinterher in der Zeiteinteilung 2 E Dressuren findet wisst Ihr immer welche Ihr genannt habt. Dressur WB bedeutet Dressurprüfung nach Wettbewerbsordnung (E4, 2-4 Reiter): Aufgabe E4 wird in einer Abteilung von 2-4 Reitern geritten.

Pferde 5j.+ält: Startberechtigt sind Pferde (keine Ponies) die mindestens 5 Jahre alt oder älter sind.

Jun/J.R. Jahrg.14-99 LK6,7,0 : Startberechtigt sind Junioren, Junge Reiter Jahrgang 2014-1999 die die Leistungsklassen 6,7 oder 0 haben.

Je Pferd 2 Teilnehmer : Jedes Pferd darf von 2 Reitern in der Prüfung geritten werden

Ausr. WB245 Richtv. WB245; Aufgabe E4 : Ausrüstung gemäß WB 245 ( Kapitel in der Wettbewerbsordnung); Richtverfahren WB245 Regeln nach WBO Kapitel 245; Aufgabe E4: Dressuraufgabe der Klasse E und davon Nr 4 zu finden im Aufgabenheft

Hilfszügel gem. WBO erlaubt . Die Hilfszügel die in der WBO aufgeführt sind, sind in dieser Aufgabe erlaubt.

Einsatz: 8,00€ VN:10, SF: B: Einsatz 8,00€ ist so zu sagen die Anmeldegebühr, diese wird mit der Anmeldung fällig. VN:10: Verlangte Nennungen 10 Stück, so viele müssen zusammen kommen damit der Wettbewerb überhaupt stattfindet. SF:B: Startfolge B, dass heißt Pferde mit dem Namen B beginnen ab da gehts dem Alphabet nach, d.h. Pferd deren Namen mit A anfangen starten ganz am Ende

Habt Ihr alles verstanden? Notfalls hier nochmal alles im Video:

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Ausbildungsskala- Jungpferdeausbildung

In diesem Beitrag möchte ich Euch über den derzeitigen Ausbildungsstand meines Jungpferdes berichten. Er ist nun 6 Jahre alt, aber aufgrund von Wachstumsphasen erst insgesamt 7 Monate in der Ausbildung. Die Wachstumsphasen führten immer zu massiven Gleichgewichtsproblemen, so dass es schwierig wurde gegen das, in dieser Zeit schlechte Körpergefühl, zu reiten. Also habe ich in dieser Zeit lieber longiert und habe mich mit Verladetraining und Bodenarbeit mit ihm beschäftigt.

Hier nun ein Video in dem ich versuche ein wenig die ersten 3 Punkte der Ausbildungsskala zu berücksichtigen. Auch versuche ich schon auf die Geraderichtung Einfluss zu nehmen.

  • Takt
  • Losgelassenheit
  • Anlehnung

Das sind die ersten 3 Punkte um die ich mich hier kümmern möchte. Denn ein Jungpferd mit einem schlechten Körpergefühl wird schwer den Takt finden. Deshalb ist hier der Hauptaugenmerk drauf zu legen. Denn erst wenn er gelernt hat, sich in allen 3 Grundgangarten unter dem Reiter auszubalancieren, wird er Takt finden. Hat er Takt gefunden, kann er erst loslassen und erst dann gibt es auch eine reelle Anlehnung. Diese sollte über das aktive Hinterbein, über den schwingenden Rücken zum Abstoßen an der Reiterhand führen. In folgendem Video könnt Ihr Euch ansehen wie das dann aussieht. Dabei achte ich auch schon auf Schenkelgehorsam ( viel reiten auf gebogenen Linien, fernab des Hufschlags) denn daraus ergibt sich auch direkt eine bessere Geraderichtung.

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Rückwärtsrichten

Da ich mich ja schon ausführlich mit den Gangarten des Pferdes ( außer Pass / Tölt) beschäftigt habe, geht es heute ums Rückwärtsrichten.

Dies ist eine Lektion die ab der Klasse A in den Dressuraufgaben abgefragt wird, zudem ist das Rückwärtsrichten eine schöne Übung um die Rittigkeit des Pferdes zu verbessern. Vorausgesetzt, das Pferd hat schon sicher gelernt über den Rücken an die Hand des Reiters heran zu treten.

Bevor ich beginne das Pferd unter dem Reiter rückwärts zu richten sollte ich es mit dem jungen Pferd an der Hand üben. Die Hilfengebung um das Pferd nach hinten zu reiten ist:

  • entlastende Gewichtshilfe (leicht gekipptes Becken)
  • beide Unterschenkel verwahrend ( leicht nach hinten)
  • Zügel annehmend

mit diesen Hilfen sollte das Pferd zurück gehen, ist der Rückwärtsgang eingelegt liegt es am Reiter so lange zu treiben bis das Pferd 3-5 Tritte (im Training eher 5-7 Tritte) zurück gegangen ist. Um das Pferd daraus anzuhalten bzw. anzureiten, anzutraben, anzugaloppieren richtet sich der Reiter wieder auf, legt die Schenkel in eine vorwärtstreibende Position und gibt die Zügel leicht vor. Da es eine recht komplexe Abfolge ist, ist es hier sinnvoll dies mit dem Reitlehrer Vorort zu üben.

Beim Rückwärtsrichten spricht man wie im Trab von Tritten ( niemals Schritten). Es handelt sich um die gleiche Fußfolge wie im Trab, jedoch ohne Schwebephase.

Fehler beim Rückwärtsrichten können sein:

  • nicht diagonale Fußfolge
  • Rückwärtsrichten in 2 Zügen
  • schleifende Vor- und Hinterhand
  • ausweichende Hinterhand
  • herausheben aus der Anlehnung
  • verkriechen ( Pferd wird eng)
  • mangelnde Rückentätigkeit

Wie man das Rückwärtsrichten einem jungen Pferd beibringt wird in einem folgenden Blog / Vlog erklärt.

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DIY Hindernisständer aus alten Reifen mit Felge bauen

In dem Video wird beschrieben wie aus alten Anhängerreifen inkl. Felge Hindernisständer werden.

Verwendete Materialien:

  • 1 Balken 3m 78+78mm
  • 4 Stahlwinkel 75*80mm
  • 4 Lochbleche 10*20cm
  • Schloßschrauben 6M +60mm
  • Holzschrauben 6cm lang
  • 500ml weiße Acrylfarbe
  • Schleifpapier 100ter
  • 2 Hindernislochschienen
  • 6 Hindernisauflagen
  • x Unterlegscheiben Metall unterschiedlicher Größe
  • 2 alte Anhängerreifen auf Felge

Gesamtkosten inkl. Hindernisauflagen für beide Ständer zusammen ca.78,-€ (ohne die Reifen mit Felge versteht sich) alle weiteren Infos findet Ihr im folgenden Video:

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Ausbildungsskala – Anlehnung

Leider wird noch immer zu viel „Kopp runter“ mit Anlehnung verwechselt.

Anlehnung ist immer das Ergebnis eines aktiven Hinterbeines über einen schwingenden Rücken in die Hand des Reiters.

Das Pferd sucht die Anlehnung, der Reiter gestattet sie.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich zunächst darauf eingehen wie die ideale Anlehnung sein sollte, sie variiert je nach Ausbildungsstand des Pferdes und des Exterieurs des Pferdes. Denn nicht jedes Pferd wird in der Lage sein sich oben durchs Genick zu tragen ( sehr tief angesetzter Hals, z.B. bei Quarter Horses) oder bei Pferden mit sehr hohem Halsansatz ist das Nachgeben im Widerrist auch schwierig zu erarbeiten ( Friesen z.B.). Auch wenig Ganaschenfreiheit wie man es bei einigen Ponies häufiger sieht, erschweren das Reiten in Anlehnung. (Gilt natürlich nicht für alle, sollen hier nur als Beispiel dienen.) Auf Anlehnungsfehler und deren Ursache, sowie auf das „wie reite ich mein Pferd in die korrekte Anlehnung“ gehe ich in späteren Beiträgen / Videos ein.

In dem heutigen Video ist beschrieben wie die ideale Anlehnung aussehen sollte. Aktives Hinterbein, schwingender Rücken und eine Anlehnung die aus dem Widerrist des Pferdes abgeleitet wird. Aber wie sieht es dann im schwunglosen Schritt aus, auch da sollte das Pferd mit einem aktiven Hinterbein über den Rücken und damit aus dem gewölbten Rücken an die Hand des Reiters heran schreiten. Merke Anlehnung ist niemals das Ergebnis einer Zügelhilfe sondern immer einer treibenden Hilfe. Wie das funktioniert gibt es bald hier zu sehen. Denn eigentlich reitet der Reiter das Pferd gar nicht an die Hand, sondern der Reiter versucht den Rücken des Pferdes zu wölben, die Anlehnung ist dabei der Kollateralschaden. Genau das, ist auch das, was auf dem Turnier als Anlehnung abgefragt wird. Das Herunterriegeln oder Festhalten mit heruntergedrückter Hand blockieren den Rücken des Pferdes und somit wird sich das Pferd in den Übergängen herausheben. Damit stellen die Richter dann die gesamte Anlehnung in Frage, denn sie betrachten das gesamte Pferd und nicht ob der Kopf des Pferdes in der Senkrechten ist. Denn merke: ein Pferd welches eine sichere Anlehnung aus dem Rücken erlernt hat, wird auch die Übergänge durch den Rücken nach vorne in die Hand des Reiters durchlassen. Dazu ist aber Voraussetzung, dass der Reiter über einen ausbalancierten Grundsitz und schon gefestigter Hilfengebung verfügt. Deshalb lege ich im Unterricht auch immer viel wert auf die Grundsitzschulung, denn nur aus einem guten Grundsitz können gute Hilfen gegeben werden. Achtet mal drauf ob Euer Ausbilder Euch viel korrigiert oder ob der Fokus nur auf dem Pferd liegt. Meines Erachtens kann man das nicht voneinander trennen, denn das Pferd verändert erst dann was, wenn der Reiter etwas ändert.

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Ausrüstung Verschnallung und Wirkungsweise von Reithalftern

Heute möchte ich mich mit demThema Reithalfter beschäftigen. Nachdem ich vor gar nicht all zu langer Zeit mitbekommen habe wie eine Reitschülerin sich eine neue Trense zugelegt hat. Sie war sich weder darüber bewußt was sie für ein Reithalfter an der Trense war, geschweige denn wie es wirkt. Hauptsache es ist aus Lack und es ist Strass drauf. Ich war wirklich geschockt. Deshalb dachte ich, da muss ich dringend was zu schreiben und drehen. Denn ich denke sie ist nicht die Einzige die danach geht “ es steht meinem Pferd so gut“ und nicht was tut meinem Pferd tatsächlich gut.

Englisches Reithalfter / Englisch kombiniert (mit Sperrriemen)

Das englische Reithalfter findet man relativ häufig, es wirkt primär auf den Oberkiefer des Pferdes mit leichtem Druck. Die Kombination mit einem Sperrriemen früher auch Pullriemen soll das Sperren des Maules verhindern. (Verschnallung s. Video)

Schwedisches Reithalfter

Das schwedische Reithalfter umschließt den Ober- als auch den Unterkiefer und setzt das Pferdemaul relativ fest. Durch öffnen des Maules erfährt das Pferd sofort Druck auf die Unterkieferäste. Dieses Reithalfter wird ebenfalls mit und ohne Sperrriemen angeboten. (Verschnallung s. Video) Das schwedische und das englische Reithalfter werden auch bei einer Kandarenzäumung verwendet, allerdings immer ohne Sperrriemen.

Hannoveranisches Reithalfter

Leider ist dieses Reithalfter etwas aus der Mode gekommen, dabei wirkt es sehr pferdefreundlich nur auf den Nasenrücken und etwas auf den Unterkiefer. Leider sieht man es immer wieder, dass dieses Reithalfter viel zu straff verschnallt wird, dann ist es in der Lage die Atmung des Pferdes zu behindern. (Verschnallung s. Video)

Mexikanisches Reithalfter

Das mexikanische Reithalfter zeichnet sich durch seine andere Form und Wirkung aus. Durch die, sich in der Rosette kreuzenden Riemen, hat das Pferd nur einen leichten Druck auf den Nasenrücken durch die Rosette. Verschnallt wird das Reithalter oberhalb des Jochbeinendes. Das Reithalfter wirkt auch sehr sanft auf das Maul und ermöglicht das freie Kauen, da es immer durch die kreuzweise Verschnallung der Riemen zu einer gleichmäßigen Druckverteilung kommt. s. Video

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Turnierreiten „Wie werde ich eigentlich Turnierreiter?“

Das ist wirklich eine Frage, die mir sehr oft gestellt wird. Ich versuche hier nun zu erklären welcher Vorraussetzungen man erfüllen muss, um aufs Turnier zu gehen zu können.

Neben der reiterlichen Anforderung steht vorher noch der ganze Turnierreiterregistrierungsprozess, um diesen werde ich mich in diesem Beitrag kümmern. Stand 2020!

Schnupperlizenz

Ich bin mir noch nicht sicher ob Turnier das Richtige für mich ist, dann kann eine Schnupperlizenz eine Möglichkeit sein. Sie berechtigt die Reiter zu Starts bei WBO und LPO Turnieren bis zur Klasse E in Dressur und Springen. Dazu benötige ich noch KEIN Reitabzeichen, muss jedoch Mitglied in einem Reitverein sein. Was darf ich dann nennen?

  • Führzügelklasse
  • Reiterwettbewerb
  • Longenreiterwettbewerb
  • Dressurreiterwettbewerb Kl. E
  • Dressurwettbewerb Kl.E
  • Springreiterwettbewerb
  • Springwettbewerb KL. E
  • Caprillitest
  • sämtliche Reiterspiele die für die Leistungsklasse 7 ausgeschrieben sind.

Was sind denn Leistungsklassen?

Mit dem Erwerb der Schnupperlizenz erhälst Du die unterste Leistungsklasse, Klasse 7. Abgekürzt LK 7, in den Ausschreibungen steht dann ganz genau beschrieben welche Prüfung Du damit nennen darfst. (Ich gehe darauf noch in einem extra Blog ein) Die Schnupperlizenz darfst Du auch beantragen wenn Du bereits das Reitabzeichen 5 bestanden hast.

Jahresturnierlizenz kurz Turnierlizenz

Du hast festgestellt, dass Du gerne im Reitsport mehr Turniere bestreiten möchtest? Dann kannst Du sofern Du ein Reitabzeichen 5 und auch höher bestanden hast eine Jahresturnierlizenz beantragen. Mit dem Reitabzeichen 5, wirst Du dann automatisch in die Leistungsklasse 6 gestuft. Diese berechtigt dann neben den oben genannten Prüfungen (meistens außer Führzügel- und Reiterwettbewerb) noch in:

  • Dressurreiterprüfungen Kl.A
  • Dressurprüfung Kl.A
  • Springprüfung Kl. A*

zu nennen. Hast Du weitere Reitabzeichen abgelegt? Dann kannst Du auch gleich eine höhere Leistungsklasse beantragen. Da es immer wieder in diesem Bereich zu Überarbeitungen kommt möchte ich gerne auf die offizielle Seite der FN verweisen: www.pferd-aktuell.de

Dort findet Ihr auch die Anträge für die Beantragung einer Schnupperlizenz oder einer Turnierreiterlizenz (auch Jahresturnierlizenz genannt).

Mit der Beantragung einer solchen Lizenz bist Du automatisch an die Regeln der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gebunden. In der:

Wettbewerbsordung WBO

wird geregelt welche Anforderungen an Reiter, Veranstalter und Richter in Rahmen der einzelnen Prüfungen gestellt werden. So zu sagen ein Buch der Spielregeln. IN der

Leistungsprüfungsordnung LPO

sind alle weiteren Dinge geregelt. Inkl. aller Spielregeln für alle Prüfungen auf einem Turnier. Zudem stehen dort alle Vorgaben für: Veranstalter, Richter, Parcourschefs, Tierärzte, Sanitätsdienste, Meldestellen usw…… Im allgemeinen Teil der LPO sind auch alle Ausrüstungsvorschriften geregelt, da es mittlerweile sehr viel erlaubte bzw. unerlaubte Ausrüstung gibt, hat die FN einen extra

Ausrüstungskatalog gemäß LPO (inkl. Vorgaben WBO)

herausgegeben. Zudem gibt es noch ein gesondertes

Aufgabenheft gemäß LPO

Dort sind neben den Dressuraufgaben, die Umrechnungstabellen Dressur, Dressurreiter-, Jungpferddressuren und Standardspringparcours auch alle Lektionen und deren korrekte Ausführung aufgeführt.

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