Wer steckt hinter diesem Blog?

Hallo zusammen, wie Ihr bereits in den schon veröffentlichen Beiträgen erkennen könnt, beschäftige ich mich schon sehr lange und intensiv mit dem Reitsport. Hier geht es zu meiner Webseite, dort bekommt Ihr weitere Infos zu Lebenslauf, Ausbildung und Angeboten.

www.petra-simons.de

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Ausbildungsskala – Anlehnung

Leider wird noch immer zu viel „Kopp runter“ mit Anlehnung verwechselt.

Anlehnung ist immer das Ergebnis eines aktiven Hinterbeines über einen schwingenden Rücken in die Hand des Reiters.

Das Pferd sucht die Anlehnung, der Reiter gestattet sie.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich zunächst darauf eingehen wie die ideale Anlehnung sein sollte, sie variiert je nach Ausbildungsstand des Pferdes und des Exterieurs des Pferdes. Denn nicht jedes Pferd wird in der Lage sein sich oben durchs Genick zu tragen ( sehr tief angesetzter Hals, z.B. bei Quarter Horses) oder bei Pferden mit sehr hohem Halsansatz ist das Nachgeben im Widerrist auch schwierig zu erarbeiten ( Friesen z.B.). Auch wenig Ganaschenfreiheit wie man es bei einigen Ponies häufiger sieht, erschweren das Reiten in Anlehnung. (Gilt natürlich nicht für alle, sollen hier nur als Beispiel dienen.) Auf Anlehnungsfehler und deren Ursache, sowie auf das „wie reite ich mein Pferd in die korrekte Anlehnung“ gehe ich in späteren Beiträgen / Videos ein.

In dem heutigen Video ist beschrieben wie die ideale Anlehnung aussehen sollte. Aktives Hinterbein, schwingender Rücken und eine Anlehnung die aus dem Widerrist des Pferdes abgeleitet wird. Aber wie sieht es dann im schwunglosen Schritt aus, auch da sollte das Pferd mit einem aktiven Hinterbein über den Rücken und damit aus dem gewölbten Rücken an die Hand des Reiters heran schreiten. Merke Anlehnung ist niemals das Ergebnis einer Zügelhilfe sondern immer einer treibenden Hilfe. Wie das funktioniert gibt es bald hier zu sehen. Denn eigentlich reitet der Reiter das Pferd gar nicht an die Hand, sondern der Reiter versucht den Rücken des Pferdes zu wölben, die Anlehnung ist dabei der Kollateralschaden. Genau das, ist auch das, was auf dem Turnier als Anlehnung abgefragt wird. Das Herunterriegeln oder Festhalten mit heruntergedrückter Hand blockieren den Rücken des Pferdes und somit wird sich das Pferd in den Übergängen herausheben. Damit stellen die Richter dann die gesamte Anlehnung in Frage, denn sie betrachten das gesamte Pferd und nicht ob der Kopf des Pferdes in der Senkrechten ist. Denn merke: ein Pferd welches eine sichere Anlehnung aus dem Rücken erlernt hat, wird auch die Übergänge durch den Rücken nach vorne in die Hand des Reiters durchlassen. Dazu ist aber Voraussetzung, dass der Reiter über einen ausbalancierten Grundsitz und schon gefestigter Hilfengebung verfügt. Deshalb lege ich im Unterricht auch immer viel wert auf die Grundsitzschulung, denn nur aus einem guten Grundsitz können gute Hilfen gegeben werden. Achtet mal drauf ob Euer Ausbilder Euch viel korrigiert oder ob der Fokus nur auf dem Pferd liegt. Meines Erachtens kann man das nicht voneinander trennen, denn das Pferd verändert erst dann was, wenn der Reiter etwas ändert.

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Ausrüstung Verschnallung und Wirkungsweise von Reithalftern

Heute möchte ich mich mit demThema Reithalfter beschäftigen. Nachdem ich vor gar nicht all zu langer Zeit mitbekommen habe wie eine Reitschülerin sich eine neue Trense zugelegt hat. Sie war sich weder darüber bewußt was sie für ein Reithalfter an der Trense war, geschweige denn wie es wirkt. Hauptsache es ist aus Lack und es ist Strass drauf. Ich war wirklich geschockt. Deshalb dachte ich, da muss ich dringend was zu schreiben und drehen. Denn ich denke sie ist nicht die Einzige die danach geht “ es steht meinem Pferd so gut“ und nicht was tut meinem Pferd tatsächlich gut.

Englisches Reithalfter / Englisch kombiniert (mit Sperrriemen)

Das englische Reithalfter findet man relativ häufig, es wirkt primär auf den Oberkiefer des Pferdes mit leichtem Druck. Die Kombination mit einem Sperrriemen früher auch Pullriemen soll das Sperren des Maules verhindern. (Verschnallung s. Video)

Schwedisches Reithalfter

Das schwedische Reithalfter umschließt den Ober- als auch den Unterkiefer und setzt das Pferdemaul relativ fest. Durch öffnen des Maules erfährt das Pferd sofort Druck auf die Unterkieferäste. Dieses Reithalfter wird ebenfalls mit und ohne Sperrriemen angeboten. (Verschnallung s. Video) Das schwedische und das englische Reithalfter werden auch bei einer Kandarenzäumung verwendet, allerdings immer ohne Sperrriemen.

Hannoveranisches Reithalfter

Leider ist dieses Reithalfter etwas aus der Mode gekommen, dabei wirkt es sehr pferdefreundlich nur auf den Nasenrücken und etwas auf den Unterkiefer. Leider sieht man es immer wieder, dass dieses Reithalfter viel zu straff verschnallt wird, dann ist es in der Lage die Atmung des Pferdes zu behindern. (Verschnallung s. Video)

Mexikanisches Reithalfter

Das mexikanische Reithalfter zeichnet sich durch seine andere Form und Wirkung aus. Durch die, sich in der Rosette kreuzenden Riemen, hat das Pferd nur einen leichten Druck auf den Nasenrücken durch die Rosette. Verschnallt wird das Reithalter oberhalb des Jochbeinendes. Das Reithalfter wirkt auch sehr sanft auf das Maul und ermöglicht das freie Kauen, da es immer durch die kreuzweise Verschnallung der Riemen zu einer gleichmäßigen Druckverteilung kommt. s. Video

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Turnierreiten „Wie werde ich eigentlich Turnierreiter?“

Das ist wirklich eine Frage, die mir sehr oft gestellt wird. Ich versuche hier nun zu erklären welcher Vorraussetzungen man erfüllen muss, um aufs Turnier zu gehen zu können.

Neben der reiterlichen Anforderung steht vorher noch der ganze Turnierreiterregistrierungsprozess, um diesen werde ich mich in diesem Beitrag kümmern. Stand 2020!

Schnupperlizenz

Ich bin mir noch nicht sicher ob Turnier das Richtige für mich ist, dann kann eine Schnupperlizenz eine Möglichkeit sein. Sie berechtigt die Reiter zu Starts bei WBO und LPO Turnieren bis zur Klasse E in Dressur und Springen. Dazu benötige ich noch KEIN Reitabzeichen, muss jedoch Mitglied in einem Reitverein sein. Was darf ich dann nennen?

  • Führzügelklasse
  • Reiterwettbewerb
  • Longenreiterwettbewerb
  • Dressurreiterwettbewerb Kl. E
  • Dressurwettbewerb Kl.E
  • Springreiterwettbewerb
  • Springwettbewerb KL. E
  • Caprillitest
  • sämtliche Reiterspiele die für die Leistungsklasse 7 ausgeschrieben sind.

Was sind denn Leistungsklassen?

Mit dem Erwerb der Schnupperlizenz erhälst Du die unterste Leistungsklasse, Klasse 7. Abgekürzt LK 7, in den Ausschreibungen steht dann ganz genau beschrieben welche Prüfung Du damit nennen darfst. (Ich gehe darauf noch in einem extra Blog ein) Die Schnupperlizenz darfst Du auch beantragen wenn Du bereits das Reitabzeichen 5 bestanden hast.

Jahresturnierlizenz kurz Turnierlizenz

Du hast festgestellt, dass Du gerne im Reitsport mehr Turniere bestreiten möchtest? Dann kannst Du sofern Du ein Reitabzeichen 5 und auch höher bestanden hast eine Jahresturnierlizenz beantragen. Mit dem Reitabzeichen 5, wirst Du dann automatisch in die Leistungsklasse 6 gestuft. Diese berechtigt dann neben den oben genannten Prüfungen (meistens außer Führzügel- und Reiterwettbewerb) noch in:

  • Dressurreiterprüfungen Kl.A
  • Dressurprüfung Kl.A
  • Springprüfung Kl. A*

zu nennen. Hast Du weitere Reitabzeichen abgelegt? Dann kannst Du auch gleich eine höhere Leistungsklasse beantragen. Da es immer wieder in diesem Bereich zu Überarbeitungen kommt möchte ich gerne auf die offizielle Seite der FN verweisen: www.pferd-aktuell.de

Dort findet Ihr auch die Anträge für die Beantragung einer Schnupperlizenz oder einer Turnierreiterlizenz (auch Jahresturnierlizenz genannt).

Mit der Beantragung einer solchen Lizenz bist Du automatisch an die Regeln der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gebunden. In der:

Wettbewerbsordung WBO

wird geregelt welche Anforderungen an Reiter, Veranstalter und Richter in Rahmen der einzelnen Prüfungen gestellt werden. So zu sagen ein Buch der Spielregeln. IN der

Leistungsprüfungsordnung LPO

sind alle weiteren Dinge geregelt. Inkl. aller Spielregeln für alle Prüfungen auf einem Turnier. Zudem stehen dort alle Vorgaben für: Veranstalter, Richter, Parcourschefs, Tierärzte, Sanitätsdienste, Meldestellen usw…… Im allgemeinen Teil der LPO sind auch alle Ausrüstungsvorschriften geregelt, da es mittlerweile sehr viel erlaubte bzw. unerlaubte Ausrüstung gibt, hat die FN einen extra

Ausrüstungskatalog gemäß LPO (inkl. Vorgaben WBO)

herausgegeben. Zudem gibt es noch ein gesondertes

Aufgabenheft gemäß LPO

Dort sind neben den Dressuraufgaben, die Umrechnungstabellen Dressur, Dressurreiter-, Jungpferddressuren und Standardspringparcours auch alle Lektionen und deren korrekte Ausführung aufgeführt.

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Ausbildungsskala- Losgelassenheit

Wie ich schon bereits erwähnt hatte, wollte ich mich hier mit der Ausbildungsskala beschäftigen. (Die Ausbildungsskala des Pferdes versteht sich.) Nachdem das junge Pferd den Takt in allen 3 Grundgangarten gefunden hat, steht die Losgelassenheit als weiterer zentraler Punkt an. Doch was ist Losgelassenheit?

Die physische und psychische Entspannung des Pferdes

Doch was bedeutet das? Es heißt das Pferd ist so mit sich und dem Reiter im Reinen, dass es zu einem gelassenen Gangwerk mit niedrigem Muskeltonus und einem vertrauensvollem Verhalten kommt. Das Pferd zeigt dies durch folgende sichtbare Merkmale:

  • entspannter Gesichtsausdruck
  • pendelnder Schweif
  • durchgängige lockere Muskulatur
  • gleichmässige (tiefe) Atmung
  • abschnauben
  • kauendes Maul
  • lockeres Ohrenspiel
  • Kotabsatz und pupsen

Insgesamt alles Zeichen der tiefen Zufriedenheit mit dem was dort auf seinem Rücken geschieht.

Mangelnde Losgelassenheit kann man erkennen durch

  • feste Muskulatur
  • übermässigem Schwitzen
  • Schweifschlagen
  • Übersprungshandlungen wie Zähne klappern, züngeln
  • Kopfschlagen
  • Wehren gegen die Reiterhilfen
  • unzufriedener / gestresster Gesichtsausdruck

Es ist sicherlich der Teil der Ausbildungsskala der die meisten Interpretationen zulässt. Ein unruhiger Schweif bedeutet nicht zwangsläufig, dass das Pferd nicht losgelassen ist ( je nach Fliegenmenge und Füllstand der Blase und des Darms). Das gleiche gilt für Pferde die von Naturaus viel sichtbares weiß im Auge haben, das wird trotz Entspannung nicht weniger. Wichtig ist, dass immer das gesamte Pferd betrachtet wird und man sich nicht nur an den äußeren Merkmalen entlang hangelt.

Die Losgelassenheit, ist das Kriterium welches ich jeden Tag beim Reiten möglichst in der 2. Lösungsphase erreichen sollte, um weiter in die Arbeitsphase zu gehen. Denn ein wenig losgelassenes Pferd wird sich in der Arbeit schwer tun. Dazu gleich mehr in dem angeschlossenen Video:

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DIY Wie aus einem alten Bürostuhl ein cooler Sattelstuhl wird

Nach dem Aufräumen im Schuppen kam mir unser alter Bürostuhl unter, zudem hatte ich in der Garage meinen über 30 Jahre alten Springsattel liegen, den ich nicht wegwerfen wollte……

Warum nicht beides miteinander verbinden? Der Stuhl war technisch in Ordnung nur die Polster waren runter gerockt. Der Sattel in sich verzogen und keinem Pferd mehr zumutbar, aber zum drauf sitzen immer noch bequem. In dem folgenden Video zeige ich wie beides zueinander findet:

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Ausbildungsskala -Takt

Takt

Die Ausbildungsskala begegnet jedem Reitschüler, wenn er sich dazu entschließt ein Reitabzeichen abzulegen. Primär in den Reitabzeichen 5-1, wird er dann mit der Ausbildungsskala des Pferdes in Berührung kommen.

Aber warum? Was ist die Ausbildungsskala und warum sollte man als Reiter diese lernen und verstehen? Die Ausbildungsskala ist sowas wie ein Lernprogramm fürs Pferd welches sich logisch auf einander aufbaut. So kann sich ein Pferd z.B. nicht versammeln, dass nicht sicher in Anlehnung ist. Zu vergleichen wäre es mit jemanden der eine Kurvendiskussion lösen soll, aber Schwächen in den Grundrechenarten hat. Da ist es jedem klar, das kann nichts werden. In der Reiterei ist es genauso. Deshalb hat man folgende Reihenfolge der vom Pferd zu lernen Ausbildungsschritte festgelegt:

  • Takt
  • Losgelassenheit
  • Anlehnung
  • Schwung
  • Geraderichtung
  • Versammlung

Takt ist der Moment, in dem der Huf des Pferdes den Boden berührt und bei hartem Untergrund akustisch wahrnehmbar ist. Man unterscheidet beim Pferd zwischen 4 Takt für den Schritt, 2 Takt für den Trab und 3 Takt für den Galopp.

Schritt

Der Schritt ist ein 4 Takt in 8 Phasen. ( keine Schwebephase)

  • rechter Hinterhuf
  • rechter Vorderhuf
  • linker Hinterhuf
  • linker Vorderhuf

Dabei wechseln sich innerhalb einer Pferdelänge (jedes Bein des Pferdes geht vor) jeweils eine 3 Beinstütze (Hufe die in diesem Moment am Boden verbleiben) mit einer 2 Beinstütze ab. So kommen die beschriebenen 8 Phasen zustande.

Man unterscheidet folgende Schritttempi:

  • Mittelschritt
  • Starker Schritt
  • Versammelter Schritt

(Auf die einzelnen Tempi werde ich in einem gesonderten Blog eingehen.)

Der Mittelschritt soll aus der aktiven Hinterhand durch den Körper des Pferdes gehen und mit einer freien Schulter größtmöglichen Raumgriff erreichen. Dabei sollten die Hinterbeine über die Spur der Vorderbeine fußen. Dieses nennt man Übertritt. Der Mittelschritt ist die häufigste Form des Schrittes und daher auch Demonstrationsobjekt in dem unten angehängten Videos. Der starke Schritt (ab Klasse M) ist die am meisten raumgreifende Form des Schrittes. Man wünscht sich maximalen Übertritt der Hinterhufe über die Spur der Vorderhufe. Das Pferd soll sich dabei maximal an das Gebiß heran dehnen. Im versammelten Schritt nimmt das Pferd vermehrt Last in der HInterhand auf und verkürzt damit die Schrittlänge. Das Pferd tritt mit seinen Hinterhufen in die Spur der Vorderhufe oder knapp dahinter.

Bei einem Taktreinen Schritt sieht der seitlich stehende Betrachter ein V, welches jeweils durch das gleichseitige Vorder- und Hinterbein gebildet wird. Das Pferd hat dabei eine natürlice Nickbewegung in Hals und Kopf, die von dem Reiter zugelassen werden muss.

Trab

Der Trab ist ein 2-Takt in 4 Phasen. Das Pferd setzt die immer diagonalen Beinpaare abwechselnd mit einer Schwebephase.

  • Phase 1 rechtes Hinterbein – linkes Vorderbein gleichzeitig (2 Beinstütze)
  • Phase 2 Schwebephase
  • Phase 3 linkes Hinterbein -rechtes Vorderbein gleichzeitig (2 Beinstütze)
  • Phase 4 Schwebephase

Im Trab bewegt sich das Pferd in Selbsthaltung in einem frischen Arbeitstempo, dabei sollte sich der Reiter bemühen, immer die Position des Grundsitzes beizubehalten, ohne dabei steif oder unruhig zu werden. Man unterscheidet:

  • Arbeitstrab
  • Mitteltrab
  • starken Trab
  • versammelten Trab

wie schon oben erwähnt wird es zu den Tempi der Gangarten noch ein gesonderten Blog geben natürlich auch mit Video.

Galopp

Der Galopp ist ein 3- Takt in 6 Phasen.

Im Galopp unterscheidet man den Rechts- und Linksgalopp. hier zunächst die die Fußfolge Linksgalopp:

  • Phase 1 rechter Hinterhuf (Einbeinstütze)
  • Phase 2 rechter Hinterhuf, linker Hinterhuf, rechter Vorderhuf (3-Beinstütze
  • Phase 3 linker Hinterhuf, rechter Vorderhuf (2-Beinstütze)
  • Phase 4 linker Vorderhuf, linker Hinterhuf, rechter Vorderhuf (3-Beinstütze)
  • Phase 5 linker Vorderhuf (Einbeinstütze)
  • Phase 6 Schwebephase

Rechtsgalopp

  • Phase 1 linker Hinterhuf (Einbeinstütze)
  • Phase 2 linker Hinterhuf, rechter Hinterhuf, linker Vorderhuf (3-Beinstütze
  • Phase 3 rechter Hinterhuf, linker Vorderhuf (2-Beinstütze)
  • Phase 4 rechter Vorderhuf, rechter Hinterhuf, linker Vorderhuf (3-Beinstütze)
  • Phase 5 rechter Vorderhuf (Einbeinstütze)
  • Phase 6 Schwebephase

Im Galopp ist es besonders wichtig ruhig im Pferd Platz zu nehmen. Die Bewegung die der Reiter im Becken aufnimmt ist mit der auf einer Schaukel zu vergleichen. Man unterscheidet im Galopp folgende Tempi:

  • Arbeitsgalopp
  • Mittelgalopp
  • starker Galopp
  • versammelter Galopp

Es gibt zu allen Tempi wie oben erwähnt noch weiteren Stoff meinerseits.

Hier das zu dem oben besprochenen Inhalten gehörige Video:

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Stellung und Längsbiegung

Worin besteht der Unterschied zwischen Stellung und Längsbiegung und wird sie angewandt?

Stellung

Ein Pferd wird nur in der Ganasche gestellt. Das heißt der Kopf des Pferdes wird im Bereich des Genicks leicht nach rechts oder links geneigt. Die weiteren Halswirbel des Pferdes bleiben gerade. Wichtig dabei ist, dass der Kopf des Pferdes in der Senkrechten verbleibt und sich nicht insgesamt schief wird. (Maul des Pferdes verbleibt unter der Stirnmitte und die Ohren befinden sich weiterhin auf gleicher Höhe). Auch der restliche Körper des Pferdes bleibt gerade gerichtet, d.h. Die Hinterhufe treten in oder über die Spur der Vorderhufe.

Beim Reiten gibt diese Lektionen, in der das Pferd nur gestellt ist:

  • Galopp
  • Schenkelweichen (zählt deshalb nicht zu den Seitengängen)
  • Vorhandswendung

Längsbiegung

Längsbiegung häufig auch nur Biegung genannt, bezieht sich auf die Krümmung der Wirbelsäule vom Genick des Pferdes bis hin zur Schweifrübe. Die Biegung in der Längsachse des Pferdes sollte deshalb immer dem Krümmungsgrad der Hufschlagfigur auf der man sich gerade befindet entsprechen. Die mögliche Rippenwölbung des Pferdes gibt den maximalen Biegungsgrad vor. Auch hierbei sollte das Pferd mit den Hinterhufen in oder über die Spur der Vorderhufe treten. Ein vermehrtes Abstellen im Hals wäre fehlerhaft.

Merke: Keine Biegung ohne Stellung

Lektionen die Längsbiegung voraussetzen:

  • Zirkel
  • Volten
  • Schlangenlinien ( einfach, doppelt oder mit 3-6 Bögen)
  • Kehrtvolten
  • Ecken (ganze Bahn geritten mit Ecken ausreiten)
  • Seitengänge (Schulter herein, Conterschulterherein, Travers, Traversalen, Renvers)

Wenn Ihr nun wissen wollt wie das geritten aussieht, könnt Ihr Euch dieses Video ansehen:

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DIY Multifunktions- Toolbrett aus Stallfindlingen

Hallo zusammen, in meinem neuen DIY möchte ich Euch zeigen was Ihr noch alles schönes aus alten Gebissen, Kandaren, Hufeisen, Zügeln, Bügelriemen und elastischen Beinstrippen machen könnt.

Ich habe in dem folgendem Video eine Vielzahl von alten Dingen wiederverwertet. Vielleicht habt Ihr Lust das ein oder andere Teil nach zu bauen. Viel Spaß beim Bauen.

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Angaloppieren

Nach dem sicheren Leichttraben und dem Grundsitz im Aussitzen kommt für den Reitanfänger der Galopp als nächste Gangart hinzu. Aber wie galoppiert man ein Pferd richtig an? Was muss man tun, damit das Pferd den Reiter auch versteht?

Zunächst muss man wissen, dass es einen Rechts- und einen Linksgalopp gibt. Das heißt je nachdem wie rum man reitet gibt man zwar die gleichen Hilfen jedoch seitenverkehrt. Zunächst wird der Galopp nur als Handgalopp geritten. D.h. der Reiter reitet rechts herum und galoppiert im Rechtsgalopp, geht es linke Hand (links rum), dementsprechend im Linksgalopp.

So geht das Pferd im Linksgalopp mit dem inneren Beinpaar (Vorder-/ Hinterhuf) weiter vor als das äußere (rechts). Der Reiter geht mit in die Bewegung ein, das Pferd darf leicht in der Ganasche nach links gestellt sein, der Reiterschenkel links liegt am Gurt vorwärtstreibend, der rechte verwahrend. Zum Angaloppieren wird das Pferd zunächst mit halben Paraden aufmerksam gemacht. Der Reiter sitzt vermehrt links (einseitig belastende Gewichtshilfe), der rechte Schenkel liegt verwahrend am Pferdebauch. Das Pferd ist leicht in der Ganasche nach links gestellt. (annehmende, nachgebende Zügelhilfe links, verwahrende Zügelhilfe rechts). Der Impuls zum Angaloppieren kommt erst nach dieser Vorbereitung aus dem linken Schenkel des Reiters (vorwärtstreibende Schenkelhilfe). Sollte das Pferd nicht sofort angaloppieren so sind die Hilfen zu wiederholen. Ein Wegrennen im Trab ist zu verhindern. Der Galopp sollte zunächst aus dem Trab geübt werden.

Im Rechtsgalopp geht das Pferd mit dem rechten Beinpaar weiter vor als mit dem linken. Es ist nach rechts gestellt, der Reiter sitzt einseitig rechts belastend und der rechte Schenkel liegt vorwärts treibend am Gurt, der linke Schenkel verwahrend. Zum Angaloppieren wird das Pferd zunächst mit halben Paraden aufmerksam gemacht. Der Reiter sitzt vermehrt rechts (einseitig belastende Gewichtshilfe), der linke Schenkel liegt verwahrend am Pferdebauch. Das Pferd ist leicht in der Ganasche nach rechts gestellt. (annehmende, nachgebende Zügelhilfe rechts, verwahrende Zügelhilfe links). Der Impuls zum Angaloppieren kommt erst nach dieser Vorbereitung aus dem rechten Schenkel des Reiters (vorwärtstreibende Schenkelhilfe). Sollte das Pferd nicht sofort angaloppieren so sind die Hilfen zu wiederholen.

Der Reiter sollte im Galopp der Schaukelbewegung im Becken folgen. Leider wird noch häufig ein Schieben im Galopp unterrichtet, dies führt häufig zu einer zu übertrieben Hilfengebung, die das Pferd eher behindert und nicht wie gewollt unterstützt. Auch ein übertriebenes in den Zirkel schauen im Galopp sollte unterbleiben, dies führt unter Umständen zu falschen Gewichtshilfen.

Weitere Einzelheiten zum korrekten Angaloppieren, entnehmt bitte dem folgenden Video. Solltet Ihr noch nicht so sicher sein, wie welche Hilfe (Gewichts-, Schenkel-, Zügelhilfe) richtig ausgeführt wird, so könnt Ihr hier im Blog und auch bei Hufschlagvlog nochmal alles nachsehen.

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