Wer steckt hinter diesem Blog?

Hallo zusammen, wie Ihr bereits in den schon veröffentlichen Beiträgen erkennen könnt, beschäftige ich mich schon sehr lange und intensiv mit dem Reitsport. Hier geht es zu meiner Webseite, dort bekommt Ihr weitere Infos zu Lebenslauf, Ausbildung und Angeboten.

www.petra-simons.de

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Schulterherein

Heute beschäftige ich mich mit der Mutter aller Seitengänge. Eine Lektion die schon im 17. Jahrhundert unter dem Namen „Schulter in die Volte“ bekannt war und so beschrieben wurde wie wir sie heute noch reiten. Wie sie aussehen sollte und wie die Hilfengebung funktioniert. Wichtig wäre, dass der Reiter und das Pferd vorher schon das Schenkelweichen beherrschen.

Es wird erklärt was Reiten in Stellung, Schulter vor und Schulterherein ist und worin sich diese voreinander unterscheiden. Das Schulterherein wird im Trab geritten, zur Verbesserung der Rittigkeit kann es auch in Schritt und Galopp angewandt werden. Die Hilfengebung ist der des Schenkelweichen sehr ähnlich. Der große Unterschied ist, dass Schulterherein eine gebogene Lektion ist, Schenkelweichen ist nur eine gestellte Lektion. Das Schulterherein wird entlang der langen Seite, oder parallel zu dieser geritten und das Pferd wird immer nach innen gestellt und gebogen. Hier nochmal mein Video zum Schenkelweichen. https://youtu.be/G8jvLlUjxn0

Vielleicht ganz hilfreich um sich nochmal die Hilfengebung anzuschauen. 😊 Die Hilfen zum SH rechts sind: einseitig belastende Gewichtshilfe rechts rechter Schenkel ist vorwärts seitwärts treibend linker Schenkel verwahrend Rechte Hand stellt das Pferd ( annehmen, nachgebend) Linke Hand ist verwahrend SH funktioniert seitenverkehrt: einseitig belastende Gewichtshilfe links linker Schenkel ist vorwärts seitwärts treibend rechter Schenkel verwahrend Linke Hand stellt das Pferd ( annehmen, nachgebend) rechte Hand ist verwahrend

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Was meint der Reitlehrer mit … Hand?

Wenn man neu in den Reitsport einsteigt, wird man schnell feststellen, dass Reiter eine eigene Sprache haben und pflegen. Die Reitersprache ist eine sehr alte gewachsene Sprache mit vielen seltsam anmutenden Begrifflichkeiten. Eine davon ist das mit den Händen, die Reiter bewegen sich immer auf irgendwelchen Händen, definieren diese und drehen schließlich die Interpretation herum.

Starten möchte ich mit rechte und linke Hand. Ab der ersten Reitstunde wird der Reitlehrer immer von: “ wir reiten auf der rechten / linken Hand“ sprechen. Dies sind aber nur einfache Richtungsangaben. Rechte heißt, die Reiterhand zeigt zur Bahnmitte und die Reitrichtung ist rechts rum. Links natürlich analog. Handwechsel bedeutet demzufolge Richtungswechsel.

Um das Ganze noch zu komplizieren kommt noch die Definition innere / äußere Hand dazu. Innere wieder die zur Bahnmitte zeigende, äußere die die zur Bande zeigt. Wenn der Reitschüler schließlich etwas von Stellung und Biegung hört, wird die Bedeutung von innen und außen umgekehrt. Dann ist Innen die Stellungsrichtung, Außen die zu begrenzende Seite des Pferdes.

Schließlich gibt es noch die Definition der Vor oder Vorderhand, Mittelhand und Hinterhand. Dies wird Dir alles in dem folgenden Video erklärt, inkl. einiger Formulierungsbeispielen von Reitlehrerkommandos.

Kennt Ihr auch Formulierungen, Schlagwörter aus der Reitersprache die häufig gebraucht aber nie richtig erklärt werden, schreib diese doch in die Kommentare:

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Wie sitze ich (richtig) im Trab aus?

In dem heutigen Video zeige ich Euch verschiedene Übungen die Ihr beim Schrittreiten vor dem eigentlichen Reiten machen könnt. nach den Übungen werdet Ihr merken wird Euch das aussitzen um wesentliches leichter fallen. Ich gehe dabei primär auf die klassische Bürostuhlsteife ein und was man dagegen tun kann. Ich zeige Euch einige Übungen für die Förderung der Beweglichkeit des Beckens / der Hüfte, des Oberkörpers und der Oberschenkel/ Kniepartie. Probiert doch einfach ein paar Übungen aus und berichtet davon.

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Mähne verziehen

In dem heutigen Beitrag / Video zeige ich Euch wie man beim Pferd die Mähne verzieht. Warum macht man das? Wie es genau geht seht Ihr hier:

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Warum ist ein guter Grundsitz wichtig?

Auch für den Reiter gibt es eine Ausbildungsskala: Grobform (Longe) Feinform (Gruppenunterricht) Feinstform (Fortgeschrittene) In dem Video wird erklärt warum der beschriebene Grundsitz, siehe auch Videos zu: Gewichtshilfe Schenkelhilfe Zügelhilfe so wichtig ist und warum man was machen muss, damit eine gute Kommunikation zwischen Reiter und Pferd statt findet. Ich gehe ebenso auf die häufigsten Reitersitzfehler ein und erkläre Ursache und Wirkung aufs Pferd. Ihr habt noch Fragen? Dann schreibt mir bitte was unten in die Kommentare.

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Wie bremse ich ein Pferd?

Heute widme ich mich einer der häufigsten gestellten Fragen an den Reitlehrer: Wie bremse ich?

Eins muss ich direkt vorne wegnehmen: Das Pferd hat keine Handbremse, dass heißt das alleinige Ziehen am Zügel wird das Pferd nicht effektiv bremsen können. Ganz im Gegenteil das Pferd wird sich eher versuchen dem Druck im Maul zu entziehen. Für alle die es nicht ausprobieren möchten: das Pferd gewinnt, es hat mehr Kraft in Hals und Kopf als wir im Körper.

Das Bremsen beim Pferd nennt man parieren, das Hauptwort dazu ist die Parade. Man unterscheidet : halbe und ganze Paraden. Eine halbe Parade verwendet man um das Pferd in den Tempi zu regulieren (schneller Trab zu langsamen Trab), die Gangart zu wechseln (Trab zu Schritt) oder die Haltung des Pferdes zu verbessern. (mehr was für Fortgeschrittene)

Eine ganze Parade führt IMMER zum Halten.

Wie man das reitet erkläre ich im folgenden Video. Ist Euch diese Erklärung zu simpel oder Ihr seid schon Fortgeschritten, dann schaut Euch gerne mein Video zu halben und ganzen Paraden an.

Sind Euch die einzelnen Hilfen nicht ganz klar empfehle ich die Beiträge/Videos zum Grundsitz: Gewichtshilfen, Schenkelhilfen, Zügelhilfen

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Durchlässigkeit

Durchlässigkeit ist das Ergebnis der Pferdeausbildung analog der Ausbildungsskala. In der Ausbildung lernt das Pferd, sicher im Takt in Schritt, Trab und Galopp und entspannt an den Zügel zu gehen. Danach wird der Schwung durch das Zulegen in Trab und Galopp geübt, über die Seitengänge und gerade richtende Biegearbeit wird das Pferd in der Längsachse ausgerichtet, um von da aus versammelt zu werden. Sprich ein gut ausgebildetes Pferd versteht die reiterlichen Hilfen und setzt diese bereitwillig um. Das ist auch die Definition der Durchlässigkeit:

Das Pferd setzt die reiterlichen Hilfen analog seines Ausbildungstandes, sicher und willig um. Wenn ein 3 jähriges Pferd verstanden hat auf eine Schenkelhilfe anzutraben ist es für seinen Ausbildungsstand durchlässig. Bei einem Grand Prix Pferd ist es dann eher der Übergang von Piaffe zur Passage, der ein Beweis an Durchlässigkeit ist.

Neben der Durchlässigkeit ist das Ergebnis der Ausbildungsskala, die Balance. Ich persönlich nenne es immer eher das gute Körpergefühl des Pferdes. Hat das Pferd in einer Lektion noch kein sicheres Körpergefühl, werden sich Fehler einschleichen. Leider wird da häufig in der Ausbildung drüber hinweg gegangen. Alles weitere erkläre ich in folgendem Video:


				                            
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Ausbildungsskala- Versammlung

Heute kommen wir zu dem letzten Punkt der Ausbildungsskala.

  • Takt
  • Losgelassenheit
  • Anlehnung
  • Schwung
  • Geraderichtung
  • Versammlung

Versammlung was heißt das? Versammlung ist die Umwandlung der Schubkraft zur Tragkraft. Was bedeutet das nun? Das Pferd soll vermehrt unter den Schwerpunkt des Reiters treten und dabei in der Hinterhand mehr Last aufnehmen. Wie macht das Pferd das? Es beugt die Hanken (Hüfte, Knie, Sprunggelenk) und verlagert seinen Schwerpunkt vermehrt unter den Körper. Das bedeutet auch das die Vorhand sich heben muss, damit die Hinterbeine genügend Platz haben weiterhin vor zu schwingen bzw. vor zu treten. Das Pferd wirkt dadurch erhabener und richtet sich mehr auf. Es geht in die relative Aufrichtung. Dies entlastet Gelenke, Bänder und Sehnen der Vorhand.

Wie erreicht der Reiter dies? Er umschließt das Pferd mit seinen reiterlichen Hilfen, so dass es sich optisch verkürzt. Versammelnde Übungen wie Kurzkehrt, Rückwärtsrichten, viele Übergänge helfen hierbei dem Pferd die Balance trotz verschobenen Schwerpunktes zu finden.

Im versammelten Schritt nimmt das Pferd vermehrt Last in der Hinterhand auf und verkürzt damit die Schrittlänge. das Pferd tritt mit seinen Hinterhufen in die Spur der Vorderhufe oder knapp dahinter.

Im versammelten Trab tritt das Pferd mit gebeugter Hinterhand vermehrt unter seinen Schwerpunkt, wodurch sich sein Körper scheinbar verkürzt und das Genick deutlich zum höchsten Punkt wird. Die Hinterhand fußt gerade in die Spur der Vorhand.

Im versammelten Galopp springt das Pferd mit gebeugter Hinterhand vermehrt unter den Schwerpunkt, wodurch sich sein Körper scheinbar verkürzt und das genick ebenfalls wie im versammelten Schritt und Trab deutlich zum höchsten Punkt wird. Der versammelte Galopp hat die geringste Sprungweite aller Galopparten.




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Außengalopp

Der Außengalopp ist einer der Übungen die ab der Klasse L in Dressurprüfungen abgefragt werden. Der Außengalopp, bei dem die äußeren Beinpaare, im Gegensatz zum Handgalopp, nach vorne schwingen, stellt das Pferd vor mehrere Herausforderungen.

  • Balance
  • Geraderichtung
  • Versammlung

Diese 3 Punkte werden durch die Lektion Außengalopp abgefragt. Was an der langen Seite noch zu klappen vermag, kann in den Ecken oder auf gebogenen Linien, z.B. Zirkel zur unüberwindbaren Hürde werden. Deshalb ist es notwendig das Pferd entsprechend der oben benannten 3 Punkte in der täglichen Arbeit zu schulen. Balance übe ich z.B. beim Zirkel verkleinern und vergrößern im Galopp. Geraderichtung im Handgalopp an der langen Seite bzw. auf dem 2. Hufschlag und Versammlung ebenfalls auf kleinen Wendungen z.B. in einer gerittenen 8. All diese Übungen verbessern beim Pferd das Körpergefühl und es wird sicherer im Außengalopp. Also merke: klappt der Außengalopp nicht, überprüfe ob die oben benannten Punkte im Handgalopp erfüllt werden. Erst dann beginne Dein Pferd im Außengalopp anzugaloppieren. Das würde ich vor die Übungen wie: aus der Ecke kehrt, aus dem Zirkel wechseln oder durch die halbe Bahn wechseln legen. Merke je besser mein Pferd auf Gewichts- und Schenkelhilfe reagiert desto Zügelunabhängiger kann ich im Aussengalopp reiten und mein Pferd sich sicherer ausbalancieren. Denn Hasten, Umspringen oder Kreuzgalopp lassen auf mangelnde Balance schließen. Häufig sieht man auch Reiter die durch vermehrten Körpereinsatz im Außengalopp, das Pferd mehr stören als ihm zu helfen. Bedenke: je ruhiger der Reiter sitzt, desto weniger muss das Pferd auch noch den Reiter ausgleichen um sicher um die Kurve zu kommen.

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Wie lenke ich ein Pferd?

Wie lenke ich ein Pferd? Ein der häufigsten Fragen in einer Reitstunde. Der häufige Irrglaube, ich ziehe am linken Zügel und mein Pferd wird nach links gehen, wird spätestens nach den ersten holprigen Versuchen auf dem Zirkel Fragen aufwerfen. Aber warum geht das Pferd nicht einfach dahin wohin ich es haben möchte? Ganz einfach, das Pferd balanciert sich mit dem Hals aus. Wird der Hals so weit herum gezogen, dass das Pferd sich nur noch schlecht austarieren kann so wird es alles für eine ausgleichende Bewegung machen um sicher auf allen 4 Beinen zu bleiben. Klassischer Fall hier , das Ausfallen über die Schulter auf dem Zirkel.

Das heißt, nicht der Zügel allein lenkt. Sondern es ist eher die Gewichts- als auch die Schenkelhilfe die das Pferd lenken. In dem Video zeige ich Euch deshalb auch Lenkmanöver mit durchhängendem Zügel. Also am Anfang und Ende der Reitstunde am Besten mit hingegebenen Zügel ( nur an der Zügelschnalle anfassen) versuchen das Pferd zu lenken. Aber wie geht das denn? Pferde lernen in der Grundschule, also unter dem erfahrenden Reiter, zum Schwerpunkt hin zu treten um sich auszubalancieren. Also benötige ich eine eindeutige einseitige Gewichtshilfe, gleichzeitig noch einen leicht vorwärts seitwärtstreibenden äußeren Schenkel. Es ist so ähnlich wie beim Fahrrad fahren, Ihr schlagt den Lenker auch nur minimal ein, bleibt aber intuitiv mit Eurem Becken und Eurer Schulterpartie parallel zum Lenker, dies entspricht einer korrekten einseitigen Gewichtshilfe. Keiner käme auf einem Fahrrad auf die Idee ruckartig den Lenker herum zu reißen, um den Bogen enger zu fahren. Beim Reiten ist es genauso.

Schaut Euch zu diesem Video auch ergänzend meine Videos zum Grundsitz und Stellung und Biegung sowie das Beispiel Zirkel an.

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