Wer steckt hinter diesem Blog?

Hallo zusammen, wie Ihr bereits in den schon veröffentlichen Beiträgen erkennen könnt, beschäftige ich mich schon sehr lange und intensiv mit dem Reitsport. Hier geht es zu meiner Webseite, dort bekommt Ihr weitere Infos zu Lebenslauf, Ausbildung und Angeboten.

www.petra-simons.de

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Wie bremse ich ein Pferd?

Heute widme ich mich einer der häufigsten gestellten Fragen an den Reitlehrer: Wie bremse ich?

Eins muss ich direkt vorne wegnehmen: Das Pferd hat keine Handbremse, dass heißt das alleinige Ziehen am Zügel wird das Pferd nicht effektiv bremsen können. Ganz im Gegenteil das Pferd wird sich eher versuchen dem Druck im Maul zu entziehen. Für alle die es nicht ausprobieren möchten: das Pferd gewinnt, es hat mehr Kraft in Hals und Kopf als wir im Körper.

Das Bremsen beim Pferd nennt man parieren, das Hauptwort dazu ist die Parade. Man unterscheidet : halbe und ganze Paraden. Eine halbe Parade verwendet man um das Pferd in den Tempi zu regulieren (schneller Trab zu langsamen Trab), die Gangart zu wechseln (Trab zu Schritt) oder die Haltung des Pferdes zu verbessern. (mehr was für Fortgeschrittene)

Eine ganze Parade führt IMMER zum Halten.

Wie man das reitet erkläre ich im folgenden Video. Ist Euch diese Erklärung zu simpel oder Ihr seid schon Fortgeschritten, dann schaut Euch gerne mein Video zu halben und ganzen Paraden an.

Sind Euch die einzelnen Hilfen nicht ganz klar empfehle ich die Beiträge/Videos zum Grundsitz: Gewichtshilfen, Schenkelhilfen, Zügelhilfen

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Durchlässigkeit

Durchlässigkeit ist das Ergebnis der Pferdeausbildung analog der Ausbildungsskala. In der Ausbildung lernt das Pferd, sicher im Takt in Schritt, Trab und Galopp und entspannt an den Zügel zu gehen. Danach wird der Schwung durch das Zulegen in Trab und Galopp geübt, über die Seitengänge und gerade richtende Biegearbeit wird das Pferd in der Längsachse ausgerichtet, um von da aus versammelt zu werden. Sprich ein gut ausgebildetes Pferd versteht die reiterlichen Hilfen und setzt diese bereitwillig um. Das ist auch die Definition der Durchlässigkeit:

Das Pferd setzt die reiterlichen Hilfen analog seines Ausbildungstandes, sicher und willig um. Wenn ein 3 jähriges Pferd verstanden hat auf eine Schenkelhilfe anzutraben ist es für seinen Ausbildungsstand durchlässig. Bei einem Grand Prix Pferd ist es dann eher der Übergang von Piaffe zur Passage, der ein Beweis an Durchlässigkeit ist.

Neben der Durchlässigkeit ist das Ergebnis der Ausbildungsskala, die Balance. Ich persönlich nenne es immer eher das gute Körpergefühl des Pferdes. Hat das Pferd in einer Lektion noch kein sicheres Körpergefühl, werden sich Fehler einschleichen. Leider wird da häufig in der Ausbildung drüber hinweg gegangen. Alles weitere erkläre ich in folgendem Video:


				                            
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Ausbildungsskala- Versammlung

Heute kommen wir zu dem letzten Punkt der Ausbildungsskala.

  • Takt
  • Losgelassenheit
  • Anlehnung
  • Schwung
  • Geraderichtung
  • Versammlung

Versammlung was heißt das? Versammlung ist die Umwandlung der Schubkraft zur Tragkraft. Was bedeutet das nun? Das Pferd soll vermehrt unter den Schwerpunkt des Reiters treten und dabei in der Hinterhand mehr Last aufnehmen. Wie macht das Pferd das? Es beugt die Hanken (Hüfte, Knie, Sprunggelenk) und verlagert seinen Schwerpunkt vermehrt unter den Körper. Das bedeutet auch das die Vorhand sich heben muss, damit die Hinterbeine genügend Platz haben weiterhin vor zu schwingen bzw. vor zu treten. Das Pferd wirkt dadurch erhabener und richtet sich mehr auf. Es geht in die relative Aufrichtung. Dies entlastet Gelenke, Bänder und Sehnen der Vorhand.

Wie erreicht der Reiter dies? Er umschließt das Pferd mit seinen reiterlichen Hilfen, so dass es sich optisch verkürzt. Versammelnde Übungen wie Kurzkehrt, Rückwärtsrichten, viele Übergänge helfen hierbei dem Pferd die Balance trotz verschobenen Schwerpunktes zu finden.

Im versammelten Schritt nimmt das Pferd vermehrt Last in der Hinterhand auf und verkürzt damit die Schrittlänge. das Pferd tritt mit seinen Hinterhufen in die Spur der Vorderhufe oder knapp dahinter.

Im versammelten Trab tritt das Pferd mit gebeugter Hinterhand vermehrt unter seinen Schwerpunkt, wodurch sich sein Körper scheinbar verkürzt und das Genick deutlich zum höchsten Punkt wird. Die Hinterhand fußt gerade in die Spur der Vorhand.

Im versammelten Galopp springt das Pferd mit gebeugter Hinterhand vermehrt unter den Schwerpunkt, wodurch sich sein Körper scheinbar verkürzt und das genick ebenfalls wie im versammelten Schritt und Trab deutlich zum höchsten Punkt wird. Der versammelte Galopp hat die geringste Sprungweite aller Galopparten.




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Außengalopp

Der Außengalopp ist einer der Übungen die ab der Klasse L in Dressurprüfungen abgefragt werden. Der Außengalopp, bei dem die äußeren Beinpaare, im Gegensatz zum Handgalopp, nach vorne schwingen, stellt das Pferd vor mehrere Herausforderungen.

  • Balance
  • Geraderichtung
  • Versammlung

Diese 3 Punkte werden durch die Lektion Außengalopp abgefragt. Was an der langen Seite noch zu klappen vermag, kann in den Ecken oder auf gebogenen Linien, z.B. Zirkel zur unüberwindbaren Hürde werden. Deshalb ist es notwendig das Pferd entsprechend der oben benannten 3 Punkte in der täglichen Arbeit zu schulen. Balance übe ich z.B. beim Zirkel verkleinern und vergrößern im Galopp. Geraderichtung im Handgalopp an der langen Seite bzw. auf dem 2. Hufschlag und Versammlung ebenfalls auf kleinen Wendungen z.B. in einer gerittenen 8. All diese Übungen verbessern beim Pferd das Körpergefühl und es wird sicherer im Außengalopp. Also merke: klappt der Außengalopp nicht, überprüfe ob die oben benannten Punkte im Handgalopp erfüllt werden. Erst dann beginne Dein Pferd im Außengalopp anzugaloppieren. Das würde ich vor die Übungen wie: aus der Ecke kehrt, aus dem Zirkel wechseln oder durch die halbe Bahn wechseln legen. Merke je besser mein Pferd auf Gewichts- und Schenkelhilfe reagiert desto Zügelunabhängiger kann ich im Aussengalopp reiten und mein Pferd sich sicherer ausbalancieren. Denn Hasten, Umspringen oder Kreuzgalopp lassen auf mangelnde Balance schließen. Häufig sieht man auch Reiter die durch vermehrten Körpereinsatz im Außengalopp, das Pferd mehr stören als ihm zu helfen. Bedenke: je ruhiger der Reiter sitzt, desto weniger muss das Pferd auch noch den Reiter ausgleichen um sicher um die Kurve zu kommen.

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Wie lenke ich ein Pferd?

Wie lenke ich ein Pferd? Ein der häufigsten Fragen in einer Reitstunde. Der häufige Irrglaube, ich ziehe am linken Zügel und mein Pferd wird nach links gehen, wird spätestens nach den ersten holprigen Versuchen auf dem Zirkel Fragen aufwerfen. Aber warum geht das Pferd nicht einfach dahin wohin ich es haben möchte? Ganz einfach, das Pferd balanciert sich mit dem Hals aus. Wird der Hals so weit herum gezogen, dass das Pferd sich nur noch schlecht austarieren kann so wird es alles für eine ausgleichende Bewegung machen um sicher auf allen 4 Beinen zu bleiben. Klassischer Fall hier , das Ausfallen über die Schulter auf dem Zirkel.

Das heißt, nicht der Zügel allein lenkt. Sondern es ist eher die Gewichts- als auch die Schenkelhilfe die das Pferd lenken. In dem Video zeige ich Euch deshalb auch Lenkmanöver mit durchhängendem Zügel. Also am Anfang und Ende der Reitstunde am Besten mit hingegebenen Zügel ( nur an der Zügelschnalle anfassen) versuchen das Pferd zu lenken. Aber wie geht das denn? Pferde lernen in der Grundschule, also unter dem erfahrenden Reiter, zum Schwerpunkt hin zu treten um sich auszubalancieren. Also benötige ich eine eindeutige einseitige Gewichtshilfe, gleichzeitig noch einen leicht vorwärts seitwärtstreibenden äußeren Schenkel. Es ist so ähnlich wie beim Fahrrad fahren, Ihr schlagt den Lenker auch nur minimal ein, bleibt aber intuitiv mit Eurem Becken und Eurer Schulterpartie parallel zum Lenker, dies entspricht einer korrekten einseitigen Gewichtshilfe. Keiner käme auf einem Fahrrad auf die Idee ruckartig den Lenker herum zu reißen, um den Bogen enger zu fahren. Beim Reiten ist es genauso.

Schaut Euch zu diesem Video auch ergänzend meine Videos zum Grundsitz und Stellung und Biegung sowie das Beispiel Zirkel an.

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Reiter Life Hacks

Ich möchte Euch heute einfache und kostengünstige Hacks für Reiter vorstellen.

  • Hack 1 Autotürschutz: Ein super simpler Tipp, ich habe einfach 5 alte Schabracken an die Garagenwand genagelt. So gibt es keine Lackschäden beim Öffnen der Türen.
  • Hack 2 Spind, Reitkappe und Stiefel entfeuchten: Ich befülle alte, meist allein reisende Socken / Kniestrümpfe mit Katzenstreu und verschließe diese mit einem Mähnengummi. Das Katzenstreu zieht Euch die Feuchtigkeit aus den Materialien und lässt sich mühelos tauschen. 20kg klumpendes Katzenstreu gibt es ab 5,-€.
  • Hack 3 Stiefelreißverschlüsse gängig machen: Die Reißverschlüsse Eurer Reitstiefel, Chaps gehen immer auf oder lassen sich schlecht schließen. reibt die Zacken des Reißverschlusses mit Kerzenwachs ein (am besten die Kerze vorher etwas warm machen). Danach den Reißverschluss ein paar mal auf und zu machen.
  • Hack 4 Schoner: Ihr braucht schnell einen Gurt-/ Zügelschoner oder ähnliche? Schneidet den Schaft einer alten Wollsocke ab und zieht ihn über Euer Ausrüstungsteil. Umnähen braucht Ihr nicht, da echte Wollsachen gut verfilzen und so nicht mehr ribbeln können. Habt Ihr hochwertige Socken so ist die Schutzwirkung die gleiche wie die teuren Lammfellprodukte und Eurer Sockenteil könnt Ihr auch noch bedenkenlos in die Waschmaschine werfen.
  • Hack 5 Stiefelspanner: Eure Reitstiefel bekommen unschöne Falten, oder gehen gar kaputt und Ihr habt keinen Stiefelspanner zu Hand? Dann nehmt doch eine PET Getränkeflasche. Wenn Ihr zudem noch Trocknung wünscht, macht kleine Löcher mit einer heißen Nadel in die Flasche und befüllt die Flasche mit Katzenstreu.

Das waren meine 5 Hacks, in Bild und Ton sehen die so aus:

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Jungpferdeausbildung – Gelassenheitstraining

Ich möchte Euch heute ein paar Ideen mitgeben wie man mit einem Pferd Gelassenheit übt, bzw. das gegenseitige Vertrauen fördert. Denn je mehr Ihr Eurem Pferd vertraut, desto eher wird das Pferd das Gefühl haben, mit Euch einen souveränen Herdenchef an der Seite zu haben. In dem folgenden Video zeige ich Euch wie ich mir mit dem Pferd 3 Stationen erarbeitet habe. Immer mit unter dem Fokus, was bietet mir mein Pferd an und was kann ich davon nutzen und positiv unterstützen. Des weiteren zeige ich Euch Szenen in denen das Pferd zwar folgt, aber dennoch bei weitem noch nicht eigenständig beherzt agiert. Deshalb ist es so wichtig, bei solchen Übung ruhig und selbstbewußt zu Handeln. Denkt dran ein Pferd spürt Euren Herzschlag auf 10 m. Steht Ihr nun neben dem Pferd mit einem Pulsschlag wie ein Sittich und piepsiger brüchiger Stimme, so weiß das Pferd „oh mein Mensch änder sein Verhalten, also muss das Ding da vor uns gefährlich sein.“ Deshalb beachtet bei solchen Übungen immer darauf: wie ist denn meine eigene Körpersprache. Gelingen Übungen nicht, so lasst Euch doch mal filmen und achtet nicht darauf was das Pferd macht, sondern was Ihr macht.

Ich hatte das Training als Vorbereitung für unseren ersten Turnierstart genommen, es könnte auch eine Vorbereitung für einen Ausritt, Urlaubsfahrt etc. sein. Vermeidet, gerade bei guckigen unsicheren Pferden, keine Situationen, sondern erarbeitet Euch einen Plan wie Ihr die Aufmerksamkeit mehr auf Euch lenken könnt.

Alles weitere hier im Video:

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Grundsitz – Treiben

Heute beschäftige ich mich mit einer der zentralen Fragen des Reitanfängers: Wann treibe ich richtig?

Grundsätzlich gilt, dass der Reiter den ausbalancierten Grundsitz erlernt haben muss, um ein Gefühl für den richtigen Moment und die richtige Stärke der treibenden Schenkelhilfe zu erlangen. Zudem ist wichtig, dass der treibende ruhig am Gurt liegende Schenkel, nicht durch falsche Zügel- und / oder Gewichtshilfen behindert wird. Deshalb hier ein guter Rat, bleibt lange an der Longe um wirklich fühlen zu lernen und verzichtet auch nicht zu früh auf Hilfszügel. Denn ein Pferd kann ich nur dann reell in Anlehnung reiten, wenn ich das Pferd sicher vor den treibenden Hilfen habe.

Generell möchte man das Pferd im richtigen Moment treiben und diesen Moment kann man nur fühlen. Ein Treiben gegen den Takt oder weites ausholen der Beine ( dann ist das Pferd nur im Moment des Zutreten mit der Ferse mit einer Schenkelhilfe konfrontiert) stumpfen das Pferd ab und führen u.U. zu einem noch fauler werden. Deshalb plädiere ich auch dafür dem Reitschüler erst dann den Gebrauch von Sporen zu gestatten wenn der Schenkel absolut ruhig liegt und er taktmäßig agieren kann. Wie war das: SPOREN MUSS MAN SICH VERDIENEN! Auch der übermäßige Gebrauch der Gerte ist meist nicht zielführend.

Jungen Kindern oder Reitanfängern an der Longe zu erklären, dass wechselseitig getrieben werden soll, führt häufig auch nicht zum gewünschten Effekt. Da wird dann ohne den nötigen reiterlichen Hintergrund, abwechselnd rechts-links dem Pony/Pferd in die Rippen getreten. Treiben heißt die Phasen der Hinterbeine über das Gesäß ( bei mir Popometer genannt) zu fühlen um dann taktmäßig im Bewegungsrhythmus das Pferd aufzufordern. Im Fokus der treibende Schenkelhilfe ist fast immer das innere Hinterbein. Als Reitlehrer ist es nun sehr schwer auch etwas zur Stärke der treibenden Hilfe zu sagen. Ich erkläre es immer mit dem würzen von einer Suppe, mit wenig Salz starten und bei Bedarf Prise für Prise mehr. Ein „zu viel“ an Salz ist schlecht wieder zu korrigieren. Löst Euch auch von dem Gedanken das ein von Natur aus fleißiges Pferd weniger treibende Hilfe benötigt. Ganz im Gegenteil, bei dieser Sorte Pferd muss das Bein erst recht dran, denn nur was ich zusätzlich treibe kann ich auch mühelos wieder einfangen. Ein faules Pferd hingegen muss ich auf Impuls reiten. Z.B. durch ganz viele Übergänge von Gangart zu Gangart um auch die Aufmerksamkeit und die Reaktionsschnelligkeit zu verbessern.

Alles weitere könnt Ihr im folgenden Video sehen:

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Turnierreiten- Grußaufstellung

Grußaufstellung, so einfache Lektion und dafür einen ganzen Blogbeitrag?

Ja klar, denn dabei wird schon relativ viel falsch gemacht, also hier eine kurze Zusammenfassung wie die richtige Grußaufstellung aussehen sollte und welches die häufigsten Fehler sind.

Grußaufstellung beim Abteilungsreiten

Das Kommando dazu lautet, nachdem bereits eine Abteilung gebildet wurde:

Anfang rechts dreht links marschiert auf, dann wenn der erste Reiter ca. auf Höhe der Linie B-E ist „Halt“. Aber was muss ich dann genau machen? Der erste Reiter wendet ab wenn das Kommando, „rechts dreht links marschiert auf“ ausgesprochen ist und der Leser „Marsch“ sagt. Das ist der Moment wo der erste Reiter abwendet. Der zweite Reiter reitet an der kurzen Seite bei A ca. 1 Pferdelänge weiter geradeaus und wendet dann erst ab, der Dritte einen Pferdelänge nach dem Zweiten etc.

Dann folgt das Kommando „Halt“ und zwar wenn der erste Reiter mit der Stirn- Nasenlinie seines Pferdes zwischen E-B ist. Der zweite bis vierte Reiter versuchen auf gleicher Stirn- Nasenlinie anzuhalten. Stehen alle erfolgt das Kommando „Grüßen“. Das Grüßen erfolgt mit der rechten Hand leicht nach hinten und einem kurzen Nicken, zu den Richtern. Zum wieder Losreiten wird das Kommando: „Abteilung zu einem rechts brecht ab“ gegeben. Ist dieses ausgesprochen reitet der erste Reiter los, der zweite folgt wenn er den Schweif des ersten Reiters an sich vorbeireiten sieht, usw.

Das Seitenverkehrte Kommando lautet:

Anfang links dreht, rechts marschiert auf…Marsch. Das bedeutet das sich der Reiter 2-4 rechts neben den ersten Reiter stellen.

Bei Einzeldressuren wird traditionell folgendes Kommando geritten:

A – X einreiten im ….Trab X Halten, Grüßen, X im ….Tempo antraben rechte oder linke Hand.

Häufigste Fehler beim Aufmarschieren / Grußaufstellung sind:

  • schiefes Einreiten
  • schiefes Halten
  • Parade auf der Vorhand
  • auslaufende Parade
  • zu frühes zu spätes Halten
  • Herausheben
  • Grüßen mit der falschen Hand
  • Grüßen mit Gerte
  • Unruhe
  • zu große oder zu kleine Abstände zu dem Vorreiter
  • Kopfschlagen
  • Zügel aus der Hand ziehen
  • schiefes Anreiten
  • Anreiten in dem nicht vorgegebenen Tempo
  • schwankendes Anreiten
  • oder nicht Erreichen des Hufschlages an der kurzen Seite bei C

Denkt immer daran, dass die Bewertung Eurer Prüfung mit dem Einreiten und der Grußaufstellung beginnt und auch damit aufhört. Es ist eine Art Visitenkarte die Ihr abgebt. Eine gute Grußaufstellung läßt auch eine gute Dressurprüfung erwarten. Also übt die Aufstellung, damit erreicht man mehr als mit einer guten Trittverlängerung. 😉

Weitere Info in meinem neuen Video:

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Einfacher Wechsel

Neben dem Kurzkehrt ist der einfache Wechsel die zentrale technische Lektion in der Klasse L.

Wie sieht nun der korrekte einfacher Wechsel aus? Das Pferd soll über den Schritt den Galopp wechseln. Dabei soll das Pferd aus einem sicheren versammelten Galopp auf die halbe Parade des Reiters durchlässig reagieren. Es folgen 3-5 Schritte in klarem 4 Takt des Schritts, dem ein bergauf angaloppieren folgt. Charakteristisch ist immer, dass immer von Rechts- zu Links- oder Links- zu Rechtsgalopp gewechselt wird. Springt das Pferd vor der Schrittphase um oder fällt aus, gilt der Wechsel als nicht gezeigt. Man muss auf dem Turnier also aus dem vorgegebenen Galopp zu dem vorgegebenen Galopp mit 3-5 Zwischenschritten wechseln. Dabei sollte die Mitte der Schrittphase über den Punkt gelegt werden.

Das Fallen auf die Vorhand im Moment der halben Parade verrät dem Richter die mangelnde Versammlung im Galopp. Die meisten Pferde machen dann auch lieber Trabtritte oder kommen nicht zum losgelassenen Schreiten. In diesem Moment ist die Versammlung des Galopps zu verbessern. Ein weiterer häufiger Fehler ist das Überstellen im Außengalopp, dies führt zu stockenden Wechseln mit unsicherer Anlehnung. Also merke je besser die Versammlungsbereitschaft in Galopp um so besser die einfachen Wechsel.

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